Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Attentat auf russischen General – Selenskyj äußert sich

Aktualisiert am 04.09.2026 – 03:47 UhrLesedauer: 18 Min.

Ukrainischer Präsident SelenskyjVergrößern des Bildes

Wolodymyr Selenskyj: Er drohte „Kriminellen“ in Russland damit, von seinen Leuten gefunden zu werden. (Archivbild) (Quelle: Mindaugas Kulbis/AP/dpa/dpa-bilder)

In Russland wird auf einen General geschossen. Die Ukraine hofft auf neue Friedensgespräche unter Führung der USA. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Attentat auf russischen General

Auf den russischen General Nikolai Warpakhowitsch hat es offenbar ein Attentat gegeben. Wie russische Telegramkanäle melden, sei am Donnerstag auf ihn geschossen worden. Er habe sich in der Stadt Engels in der Region Saratow aufgehalten, nahe der sich einer der wichtigsten russischen Luftwaffenstützpunkte befindet.

Der Leiter der 22. Schweren Bomberdivision sei von mehreren Kugeln getroffen worden, hieß es. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Namen nicht, sprach aber am Abend von „asymmetrischen Attacken“, die die Ukraine in Russland durchführe. „Die russischen Kriminellen haben sich nicht versteckt – sie werden gefunden werden. Und heute gibt es eine weitere Bestätigung dafür, eine Bestätigung aus der Region Saratow“, sagte er.

Warpakhowitsch wird von der Ukraine vorgeworfen, einen Angriff auf Kiew im Juli 2024 befohlen zu haben, bei dem ein Krankenhaus getroffen wurde. Drei Menschen kamen ums Leben, darunter ein Kind.

Der russische General Nikolai Warpachowitsch. Auf ihn wurde offenbar geschossen.Vergrößern des BildesDer russische General Nikolai Warpachowitsch. Auf ihn wurde offenbar geschossen. (Quelle: Telegram)

Russland: Tote nach ukrainischem Beschuss

Durch ukrainischen Beschuss sind im russischen Grenzgebiet Belgorod nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, teilte der kommissarische Gouverneur der westrussischen Region, Alexander Schuwajew, bei Telegram mit. Die Opfer waren demnach in einem Krankenwagen in der Stadt Schebekino unterwegs. Schebekino ist nur rund fünf Kilometer von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt. Russische Truppen sind an diesem Grenzabschnitt bis zu zehn Kilometer weit in die benachbarte ukrainische Region Charkiw vorgedrungen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Kommunikationssperre gegen Leiterin von Kinderhospiz

Ein russisches Gericht hat gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eine Ausgangs- und Kommunikationssperre verhängt. Die am Vortag wegen Kritik an der russischen Armee festgenommene Lida Moniawa dürfe ihre Wohnung zwischen 20.00 und 08.00 Uhr nicht verlassen und kein Internet nutzen, teilte ihr Anwalt Michail Birjukow am Donnerstag mit. Zudem dürfe sie nicht mit Zeugen sprechen.

Im Falle einer Verurteilung drohen der 38-Jährigen bis zu zehn Jahre Haft.

Trump fordert von Europa Rückzahlung von Ukraine-Militärhilfe

US-Präsident Donald Trump fordert von europäischen Staaten die Rückzahlung von US-Militärhilfen für die Ukraine und signalisiert einen vorübergehenden Stopp von Waffenverkäufen an Verbündete. Hunderte Milliarden Dollar seien der Ukraine und der Nato zur Verfügung gestellt worden, schrieb Trump in sozialen Medien. Europa hätte dafür bezahlt, wenn man nur darum gebeten hätte. „Wir werden dieses Geld einfordern, wenn auch etwas verspätet“, fügte er hinzu.