Das Geburtshaus von Ernst Jakob Christoffel steht in Rheydt, sein Grab liegt im Iran. Dazwischen: ein christlicher Lebensweg, auf dem er unzählige andere Leben gerettet hat. Dieser Weg war steinig und die Hindernisse teils übermächtig: zwei Weltkriege, politische Verwerfungen, Bürokratie und eine sehr große Zahl von Menschen, die Hilfe brauchten. Ein historisches Foto zeigt, wie ein blindes Kind Jahre nach Christoffels Ableben an dessen Grabplatte kauert und die in den Stein gemeißelte Inschrift mit dem Finger ertastet: „Hier ruht im Frieden Gottes Pastor Ernst Jakob Christoffel, der Vater der Blinden, Niemandskinder, Krüppel und Taubstummen nach 50-jähriger Missionsarbeit in Siwas, Malatia, Täbris und Isfahan.“