
Stand: 03.09.2026 15:58 Uhr
Die Üstra-Tochter Protec will in Hannover nach eigenen Angaben sogenannte Bodycams testen. Die Kameras sollen deeskalierend wirken.
Die Geräte, die die Beschäftigen des Sicherheitsdienstleisters der hannoverschen Verkehrsbetriebe bekommen, bestehen aus einer Kamera und einem Bildschirm. So sieht sich derjenige, der gegenüber steht, selbst. Das wirke oft deeskalierend, erklärt Protec Geschäftsführer Mathis Lindscheid, „weil man sich vor dem Spiegelbild anders verhält, als ohne das Spiegelbild zu sehen.“ Bei Bedarf können die Kameras angeschaltet werden und die Situation auch per Videoaufnahme dokumentieren. Das Material kann später beispielsweise von der Polizei ausgewertet werden, um Straftaten zu verfolgen.
Kameras sollen Sicherheitsgefühl verbessern
Fünf solcher Vorfälle pro Tag gibt es bei knapp einer halben Million Fahrgäste, sagt Üstra-Vorstandsvorsitzende Elke van Zadel: „Nichts desto trotz gibt es einen Unterschied zwischen objektiver und subjektiver Sicherheit.“ Weil sich die Menschen manchmal nachts unsicher fühlen, habe man sich entschieden die Kameras anzuschaffen. Sie sollen in Tunnelstationen und Fahrzeugen der Üstra zum Einsatz kommen. Der S-Bahnbetreiber Transdev setzt seit 2025 Bodycams ein – mit guten Ergebnissen, heißt es.

Auch 2025 bleiben die Angriffe laut Bahn auf einem hohen Niveau. Eine freiwillige Maßnahme soll die Angriffe eindämmen.

Die am Körper getragenen Videokameras sollen für mehr Sicherheit sorgen – für Personal und Fahrgäste.
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