Alarm im September
Bundesweiter Warntag: Wann in Dresden die Sirenen heulen
04.09.2026 – 06:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Sirenenanlage auf einem Hochaus (Archivbild): Am 10. September ist bundesweiter Warntag. (Quelle: Sylvio Dittrich via www.imago-images.de/imago)
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Bund, Länder und Kommunen lösen gemeinsam Probealarme aus. In Dresden werden neben den Sirenen auch weitere Warnkanäle aktiviert.
Am Donnerstag, 10. September 2026, nimmt Dresden am bundesweiten Warntag teil. Um 11 Uhr wird die Probewarnung ausgelöst, gegen 11.45 Uhr folgt die Entwarnung. Das geht aus einer Mitteilung der Landeshauptstadt Dresden hervor.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe verschickt die Probewarnung über das sogenannte Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS). Von dort gelangt sie an Rundfunk- und Fernsehsender, Warn-Apps wie NINA, Internetplattformen und weitere angeschlossene Kanäle. Mobiltelefone werden zusätzlich per Cell Broadcast direkt erreicht – dabei sendet das Mobilfunknetz eine Warnnachricht an alle Geräte in einem bestimmten Gebiet, ohne dass eine App nötig ist.
Alarm am Warntag anders als das Testsignal bei Probealarmen
Parallel dazu löst die Dresdner Leitstelle das städtische Sirenen-Warnsystem aus. Anders als beim regulären Probealarm, der alle drei Monate stattfindet und ein zwölf Sekunden langes Testsignal umfasst, ertönt beim Warntag das für eine echte Gefahrenlage vorgesehene Signal: ein einminütiger Heulton aus sechs Tönen von je fünf Sekunden Dauer mit je fünf Sekunden Pause. Die Entwarnung gegen 11.45 Uhr erfolgt durch einen einminütigen Dauerton.
Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr. Besondere Maßnahmen sind nicht erforderlich. Die Notrufnummern 112 und 110 sollten jedoch nicht für Rückfragen zum Warntag genutzt werden.
Die Stadt empfiehlt außerdem, Kinder sowie Menschen, die durch laute Warnsignale verunsichert werden könnten, vorab auf den Test vorzubereiten. Auch Tiere können auf die ungewohnten Signale reagieren.
Wer Sirene hört, soll weitere Informationen abrufen
Im Dresdner Stadtgebiet sind 210 elektronische Sirenen installiert. Sie können sowohl Signaltöne als auch Sprachdurchsagen ausgeben und bleiben bei einem Stromausfall durch Akkus bis zu 48 Stunden betriebsfähig. Die Verständlichkeit von Sprachdurchsagen kann jedoch durch Gebäude, Straßenschluchten, Wind, Verkehrslärm oder sich überlagernde Signale eingeschränkt sein. Eine flächendeckend gleichbleibende Sprachverständlichkeit ist technisch nicht erreichbar.
Wer eine Sirene hört, sollte deshalb ergänzende Informationen über weitere Kanäle abrufen: Warn-Apps wie Nina, Radio und Fernsehen, Cell Broadcast sowie die Internet- und Social-Media-Kanäle der Landeshauptstadt und der Feuerwehr Dresden.
Der nächste reguläre Probealarm des Dresdner Sirenen-Warnsystems findet am Mittwoch, 14. Oktober 2026, um 15 Uhr statt.
