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Der Downhill-Wahnsinn auf Rädern hat einen Namen: Red Bull Cerro Abajo! So heißt die krasseste Urban-Downhill-Serie der Welt. Nach Stationen in Chile und Italien steigt am Samstag und Sonntag (Rennen ab 15 Uhr, live im SWR und bei Red Bull TV) in Stuttgart das große Finale. 25.000 Zuschauer werden zur Deutschland-Premiere des Rennens erwartet. Unter den Favoriten findet sich auch ein deutscher Mountainbike-Profi: Johannes Fischbach aus Rehau. „Fischi“ ist mehrfacher Deutscher Downhill-Meister. Der Bayer war viele Jahre im Weltcup dabei und 2016 bereits Gesamtsieger des Red Bull Cerro Abajo und damit inoffizieller Weltmeister im Urban Downhill.

Fischbach feiert Platz zwei in Genua
Foto: Bartek Wolinski/Red Bull Content Pool
Urban Downhill bedeutet in Stuttgart konkret, einmal den Stuttgarter Kessel runterzubrettern: Die Strecke ist 1,2 Kilometer lang, misst 130 Höhenmeter, dabei werden Top-Geschwindigkeiten von rund 60 km/h erreicht.
Speziallackierung für Downhill-Wahnnsinn
Maximale Belastung für Fahrer und Fahrrad! Fischbach fährt ein „Raymon Rokua“, ein sogenanntes Enduro-Bike. Heißt: mehr Federweg an der Gabel (vorne) und am Dämpfer (hinten) als zum Beispiel bei Cross-Country-Bikes (oft 120 mm Federweg). Je größer der Federweg, desto mehr harte Schläge und Landungen kann das Bike wegstecken. „Fischis“ Fahrrad misst vorne wie hinten 170 mm Federweg. 200 mm ist das Maximum im Downhill-Sport.

Schwarz-Rot-Gold und der Name auf der Wippe am Dämpfer
Foto: Johannes Fischbach
Ausrüster Raymon hat Fischbach zum Stuttgart-Rennen einen Extra-Leckerbissen hingestellt: Logo des Rennens am Rahmen, Silhouette Stuttgarts auf dem Oberrohr, sein Name auf Schwarz-Rot-Gold auf die Dämpfer-Wippe lackiert. Fischi zu BILD: „Das ist crazy. Ich habe noch nie so ein schönes Fahrrad gesehen. Also es ist echt brutal.“
Sein Bike trimmt Fischbach auf maximalen Speed für Stuttgart. Der Rahmen ist ohnehin aus Vollkarbon und damit supersteif. Fischbach fährt eine extra kleine Schaltkassette samt kleinerem Schaltkäfig, um Bodenkontakt möglichst auszuschließen. Eine sogenannte „Dropper-Post“, also eine per Fernbedienung absenkbare Sattelstütze, braucht er nicht. Fischbach: „Der Sattel ist eh tief. Dadurch, dass die Strecke so kurz ist, brauchst du dich definitiv nicht hinzusetzen. Das wird ein extrem schnelles Sprintrennen.“

Hingucker: Die Silhouette Stuttgarts auf dem Oberrohr von Fischbachs Enduro-Bike
Foto: Johannes Fischbach
Fischbach fährt eine sogenannte „Mullet-Version“, zwei unterschiedlich große Laufräder. Vorne ein 29-Zoll-Laufrad für optimales Überrollverhalten über Treppen, Kanten und grobe Hindernisse. Hinten erledigt ein 27,5-Zoll-Laufrad die Arbeit. Ein kleineres Laufrad also für mehr Wendigkeit und Agilität. Fischbach stimmt das Fahrwerk superstraff für maximalen Speed ab. Der Reifendruck liegt in der Regel bei 2,1 Bar vorne und 2,4 Bar hinten. Eventuell wird er diesen in Stuttgart noch etwas anpassen, noch mehr Luft in die Reifen pumpen.
Beim Rennen in Genua im Juni säbelte Fischi sogar die großen Noppen von den Mountainbike-Reifen, machte sie dementsprechend zu „Slicks“. Für noch mehr Speed. Mal sehen, ob er dieses Extra-Setup auch für den Stuttgarter Kessel wählt.
Mit 60km/h!: Fischbach rast in Genua auf Platz zwei
Quelle: Red Bull Media House03.09.2026