KNDS-Manager Florian Hohenwarter warnt vor zunehmenden Drohnensichtungen und Ausspähungsversuchen in Deutschland.

KNDS-Manager Florian Hohenwarter warnt vor zunehmenden Drohnensichtungen und Ausspähungsversuchen in Deutschland.

picture alliance/dpa | Christian Lademann

KNDS-Chef Florian Hohenwarter warnt vor zunehmenden Drohnensichtungen und Ausspähungsversuchen in Deutschland.

Auch über dem KNDS-Werk in München-Allach seien bereits Drohnen gesichtet worden – das Unternehmen hat seine Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Nach Hohenwarters Einschätzung richten sich hybride Bedrohungen längst nicht nur gegen die Rüstungsindustrie, sondern auch gegen Militärstandorte und kritische Infrastruktur.

Florian Hohenwarter, Manager des Rüstungskonzerns KNDS, warnt eindringlich: Deutschland ist hybriden Sicherheitsrisiken ausgesetzt. Der Rüstungsexperte macht dies an konkreten Vorfällen fest – Drohnen kreisen über militärischen Einrichtungen, Angreifer attackieren gezielt kritische Infrastruktur.

Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung berichtet er von mehr Drohnensichtungen und Ausspähungsversuchen. Besonders besorgt zeigt er sich über die zunehmende Zahl sicherheitsrelevanter Vorfälle.

„Ganz Deutschland wird ausgespäht“, sagte Hohenwarter. Betroffen seien nicht nur Rüstungsunternehmen, sondern auch Militärstandorte und kritische Infrastruktur. Ziel sei es offenbar, ein möglichst umfassendes Lagebild über Deutschland und die Nato zu gewinnen.

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Mehr Drohnensichtungen und Ausspähungen

Nach Angaben Hohenwarters nimmt die Zahl der Vorfälle zu. Diese reichten von Drohnensichtungen bis hin zu Ausspähungsversuchen. Auch über dem KNDS-Werk im Münchner Stadtteil Allach seien bereits Drohnen gesichtet worden.

„Uns als Gesellschaft muss endlich bewusst werden, dass wir uns in einer kritischen Situation befinden“, sagte der Manager. Unternehmen müssten Risiken erkennen und sich bestmöglich auf mögliche Szenarien vorbereiten. Gleichzeitig verwies er auf die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit mit Polizei und Sicherheitsbehörden.

KNDS verstärkt Sicherheitsvorkehrungen

Auf die veränderte Sicherheitslage habe KNDS bereits reagiert. Das Unternehmen habe seine Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, erklärte Hohenwarter. Die Rüstungsindustrie verfüge zwar traditionell über hohe Sicherheitsstandards, die aktuellen Herausforderungen beträfen jedoch längst nicht mehr nur einzelne Unternehmen.

Hohenwarter sieht Deutschland gemeinsam mit anderen europäischen Staaten zunehmend mit hybriden Bedrohungen konfrontiert. Die Urheber solcher Angriffe wollten nach seiner Einschätzung vor allem Unsicherheit und Angst schüren. Zivile Ziele wie Bahnhöfe, Flughäfen oder kritische Infrastruktur stünden dabei mindestens ebenso stark im Fokus wie die Rüstungsindustrie.

sr

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