– Vor einem Jahr eröffnete Super Smash Burger in Maxfeld. Ein Burgerladen, der auf ein Hype-Produkt setzt und fernab von Laufkundschaft liegt – kann das gut gehen?
Am 5. September feiert Super Smash Burger in der Löbleinstraße einjähriges Bestehen. Für Inhaber Tolga Yasar ist das kein Selbstläufer – sein Laden liegt nicht in der belebten Innenstadt, sondern nahe der U-Bahn-Station Maxfeld, mitten in einem Wohngebiet. Laufkundschaft gibt es hier kaum. Und trotzdem zieht Yasar nach zwölf Monaten eine positive Bilanz.
„Das erste Jahr war für uns sehr intensiv und natürlich auch eine Herausforderung. Unser Standort liegt in einem Wohngebiet, deshalb war uns von Anfang an klar, dass wir uns hier erst einmal etablieren müssen“, sagt Yasar. Der gelernte Hotelfachmann ist seit 20 Jahren in der Gastronomie tätig. Vor Super Smash Burger betrieb er fünfeinhalb Jahre lang den Burgerladen Herz und Seele in der Frankenstraße. „Wir haben uns einen Namen gemacht und vor allem sehr viele Stammkunden gewonnen“, sagt der 34-Jährige, der nicht nur Inhaber ist, sondern selbst im Betrieb mitarbeitet und auch in der Küche steht. Das Ziel dahinter ist klar: „Wir wollen nicht irgendein Burgerladen sein, den man einmal ausprobiert, sondern ein Lokal, zu dem die Menschen gerne zurückkommen.“
Alles teurer geworden
Der Start in den ehemaligen Räumlichkeiten der Superbude war nicht einfach. Neben der Lage im Wohngebiet kamen die branchenweiten Herausforderungen. Energiekosten, Lebensmitteleinkauf, Personal – alles teurer geworden. Und auch die Gäste schauen inzwischen genauer aufs Geld, weil die gestiegenen Preise längst im Alltag angekommen sind. „Die Gastronomie ist momentan sicherlich keine einfache Branche. Die Kosten sind in vielen Bereichen gestiegen. Gerade wenn man hochwertige Lebensmittel verwendet, merkt man die höheren Einkaufspreise sehr deutlich“, sagt Yasar. Sein Anspruch: Seinen Gästen dennoch gleichbleibend gute Qualität zu fairen Preisen anzubieten.
Um Spielraum zu gewinnen, spart er an anderer Stelle. „Wir haben beispielsweise keinen klassischen Tischservice. Unsere Gäste bestellen und bezahlen an der Kasse und wir bringen anschließend das fertige Essen an den Tisch. Dadurch können wir beim Serviceaufwand sparen.“ Ein kleines, erfahrenes Team stemmt den Betrieb: Ein Küchenchef mit 16 Jahren Erfahrung in der Gastronomie, zwei Küchenaushilfen und fünf Fahrer für den Lieferdienst.
Was einen guten Smashburger ausmacht – und wie man sich von der Konkurrenz abhebt
Der Smashburger-Hype in Nürnberg ist auch an Yasar und seinem Team nicht vorbeigegangen. Die Konkurrenz ist gewachsen – vor allem in der Innenstadt. Yasar und sein Team konzentrieren sich auf ihre eigenen Stärken. Ein guter Smashburger sehe auf den ersten Blick vielleicht einfach aus, sagt er, aber gerade deshalb müssten alle Komponenten stimmen: Fleisch, Vorbereitung, das richtige Smashen, der Käse, das Bun und die Soßen. „Die Konkurrenz ist größer geworden. Aber Konkurrenz bedeutet für uns auch, dass man sich immer wieder beweisen muss. Am Ende entscheiden die Gäste selbst, wo sie gerne essen und wo sie wiederkommen.“
Das Alleinstellungsmerkmal von Super Smash Burger beginnt bereits vor dem Brutzeln: Die Patties werden mit einer eigenen Hausmischung vorbereitet und ziehen einen ganzen Tag lang durch, bevor sie verwendet werden. Auch die Soßen sind hausgemacht. Das Fleisch ist halal und kommt täglich frisch vom Nürnberger Lebensmittelhändler Ismail Satir. Die Buns für die klassischen Burger liefern Hildes Backwut und der Schwesterbetrieb Kriemhilde aus Postbauer-Heng. Für die Smashburger werden originale Martin’s Potato Rolls aus den USA verwendet. Wer möchte, kann übrigens zwischen zwei Karten wählen: der Herz-und-Seele-Karte mit klassischen amerikanischen Burgern – ein Überbleibsel aus dem alten Laden in der Frankenstraße – und der Smashburger-Karte.
Super Smash Burger feiert Geburtstag mit Burgern für zwei Euro
Am 5. September feiert Super Smash Burger sein einjähriges Bestehen. An diesem Tag gibt es den Classic Smashburger für zwei Euro und die Mac-and-Cheese-Bowl für fünf Euro. „Damit möchten wir uns vor allem bei unseren Gästen und Stammkunden bedanken, die uns im ersten Jahr unterstützt haben“, sagt Yasar. Eine festgelegte Gesamtzahl an Burgern für diese Aktion gibt es nicht. Pro Person kann allerdings jeweils ein Aktionsburger und eine Bowl bestellt werden.


Ein Jahr Super Smash Burger in der Löbleinstraße, ein Jahr fernab der Laufkundschaft und mit gestiegenen Kosten – und trotzdem mit vielen Stammkunden. Für Yasar ist das Beweis genug, dass sein Konzept aufgeht. Auch wenn die Gastronomie schwieriger geworden ist: „Wenn unsere Gäste weiterhin gerne zu uns kommen und wir unsere hohen Qualitätsansprüche halten können, wäre das für uns eine sehr positive Bilanz.“