Zwei Einsatzkräfte der Bundespolizei laufen einen Bahnsteig am Hauptbahnhof in Hannover hinunter.

Stand: 04.09.2026 10:56 Uhr

Die Bundespolizei hat am Hauptbahnhof Hannover einen Mann gefesselt aus einem ICE geführt. Der 64-Jährige hatte zuvor das Zugpersonal bedroht. Er hatte auch ein Küchenmesser dabei.

Dieses fiel zu Boden, als sich der Mann bei der Festnahme im Zug wehrte, teilte die Bundespolizei am Donnerstag mit. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Dienstagmorgen in einem ICE auf der Fahrt von Berlin nach Hannover. Das Messer mit einer Klingenlänge von etwa zehn Zentimetern hatte der 64-Jährige zwischen seinem Rucksack und dem Sitz versteckt, heißt es. Als die Beamten den Mann aus dem Zug führen wollten, habe er hektisch in Richtung seines Rucksacks gegriffen, so die Bundespolizei. Der 64-Jährige wurde letztendlich gefesselt aus dem Zug gebracht, das Messer wurde sichergestellt.

Mehrere Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet

Das Zugpersonal hatte die Bundespolizei in Hannover gegen sechs Uhr informiert, weil der Mann ohne Fahrschein unterwegs war und sich weigerte, seine Personalien anzugeben. Auf der Polizeiwache am hannoverschen Hauptbahnhof wurden diese dann aufgenommen. Als der Mann sich beruhigt hatte, durfte er die Wache laut Bundespolizei wieder verlassen. Gegen den 64-Jährigen wurde ein Verfahren wegen des Erschleichens von Leistungen, Bedrohung des Zugpersonals und Hausfriedensbruchs eingeleitet. Außerdem ermitteln die Beamten wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz. Warum der Mann im öffentlichen Nahverkehr ein Messer bei sich hatte, solle ebenfalls ermittelt werden, hieß es.

Eine Bodycam an einer Zugbegleiterin.

Die Kameras sollen zum Schutz des Personals beitragen und verhindern, dass die Fahrscheinkontrolle eskaliert.

Vorbeifahrender Regionalzug in Hedendorf

Auch 2025 bleiben die Angriffe laut Bahn auf einem hohen Niveau. Eine freiwillige Maßnahme soll die Angriffe eindämmen.

Die Sicherheitsfirma der Uestra in Hannover mit einer Bodycam

Mitarbeiter des Sicherheitsdienstleisters Protec sollen mit den Kameras bei Bedarf Situationen per Video aufzeichnen.

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