35 Liter Frittieröl in Springbrunnen gekippt
Reinigung wird für Dresden teurer als erwartet
04.09.2026 – 15:18 UhrLesedauer: 1 Min.
Blick auf den Springbrunnen in der Prager Straße, als er noch im Betrieb war (Archivbild): Jeder Euro, der nun in die Reinigungen fließt, fehlt für andere Wasserspiele. (Quelle: imago )
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Umweltsünder schütteten im Juli altes Frittieröl in einen Brunnen auf der Prager Straße. Jetzt steht die endgültige Rechnung – sie trifft die Stadt empfindlich.
Die Reinigung des mit Frittieröl verunreinigten Brunnens auf der Prager Straße hat Dresden 10.600 Euro gekostet. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Die Summe übersteigt damit die erste Schätzung von 8.000 bis 10.000 Euro.
In der Nacht zum 24. Juli hatten Umweltsünder rund 35 Liter altes Frittieröl in den Brunnen geschüttet. Das Öl zog sich durch Rohre und Pumpen der Anlage und setzte sich im Granit des Beckens fest. Eine Spezialfirma musste den Ölteppich absaugen und als Sonderabfall abtransportieren – über die Kanalisation ließ sich das verseuchte Wasser nicht entsorgen, schilderte Stadt. Der Brunnen sei rund zwei Wochen nach der Sanierung wieder angestellt worden.
Sechs Prozent des gesamten Jahresbudgets weg
Die 10.600 Euro entsprechen laut Amtsleiter Sascha Döll etwa sechs Prozent des gesamten Jahresbudgets für die Dresdner Brunnenbewirtschaftung. „Die Reinigung des Brunnens schmälert die ohnehin knappen Ressourcen für die diesjährige Brunnenbewirtschaftung noch einmal kräftig“, sagte Döll. Größere Reparaturen an anderen Anlagen – etwa der Austausch von Pumpen oder Elektrotechnik am Albertplatz – würden dadurch „fast unmöglich“.
Das Problem reicht über diesen einen Brunnen hinaus. Schon mit dem beschlossenen Nachtragshaushalt habe das Budget für den regulären Betrieb der Dresdner Brunnen und Wasserspiele nicht ausgereicht, wie die Stadt bereits im August mitteilte. Jeder Euro, der in Sonderreinigungen wie diese fließt, fehle bei Reparaturen oder den laufenden Betriebskosten anderer Anlagen.
