Rhöndorf. Von Rhöndorf auf die große Bühne: Janina Mehr, die 2024 Weinkönigin von Rhöndorf wurde und heute als Mittelrhein-Weinkönigin das Anbaugebiet vertritt, tritt bei der Wahl der 78. Deutschen Weinmajestät an.

Die in Bonn geborene Rheinbreitbacherin gehört zu den elf Kandidatinnen und Kandidaten aus den deutschen Weinregionen, die sich um das Amt bewerben. Die intensive Vorbereitung auf den Wettbewerb hat bereits begonnen. Anfang August trafen sich die Gebietsweinhoheiten zu einem dreitägigen Seminar in Neustadt an der Weinstraße. Medien- und Kommunikationstraining, Stilberatung, ein Fotoshooting und ein Englisch-Crashkurs standen auf dem Programm.

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Für Mehr ist Wein ein vergleichsweise junges Thema. Sie ist Quereinsteigerin und hat sich ihr Wissen selbst erarbeitet. Ihren Weg zum Wein verbindet sie eng mit ihrer Zeit als Ortsweinhoheit in Rhöndorf. Der Kontakt zu Winzerinnen und Winzern, die vielen Veranstaltungen und vor allem die Menschen hinter dem Wein hätten ihren Wunsch verstärkt, regionale Weinkultur zu vermitteln.

Weinkoenigin Rhoendorf 7Ehemalige Rhöndorfer Weinkönigin Janina I. (2.v.r.) mit ihren damaligen Prinzessinnen (v.l.) Aaliyah, Jasmin und Sarah

„Ich bin kein Profi“, sagt die Mittzwanzigerin über sich selbst. Gerade das mache sie authentisch. Sie möchte Menschen für Wein begeistern, ohne ihn unnötig kompliziert zu machen. Wein müsse erlebbar und verständlich sein – etwa bei Weinfestivals, After-Work-Veranstaltungen, mit passenden Speisen oder über soziale Medien.

Auch die rheinische Lebensart gehört für Mehr dazu. Seit elf Jahren tanzt sie in der Tanzgarde der Ziepches Jecke. Ihr Lebensmotto beschreibt sie mit dem Kölschen Grundgesetz: „Et es wie et es, et kütt wie et kütt und et hätt noch immer joot jejange.“

Bei besonderen Anlässen trinkt sie gerne Gelben Muskateller-Sekt. Würde sie dagegen einmal mit dem Kabarettisten Thorsten Sträter ein Glas Wein trinken, wäre ihre Wahl schnell getroffen: ein Mittelrhein-Riesling. Der habe ebenso viele Facetten und Tiefgang wie ein guter Kabarettist.

Beruflich arbeitet Janina Mehr als zahnmedizinische Prophylaxe-Assistentin an der Uniklinik Bonn. Der Wein soll aber auch künftig einen festen Platz in ihrem Leben behalten.

Vorentscheidung am 19. September

Die Vorentscheidung zur Wahl der Deutschen Weinmajestät findet am Samstag, 19. September, von 15 bis 18.30 Uhr statt und wird live übertragen. Das Finale folgt am Freitag, 25. September, ab 20.15 Uhr im Saalbau in Neustadt an der Weinstraße. Dort können auch Zuschauerinnen und Zuschauer online abstimmen.

Neben Janina Mehr vom Mittelrhein treten Kandidatinnen und Kandidaten aus zehn weiteren deutschen Anbaugebieten an. Die Anbaugebiete Sachsen und Nahe sind in diesem Jahr nicht vertreten.

Für die Weinregion Mittelrhein ist die Wahl damit auch eine Gelegenheit, überregional auf die Region und ihre Weinkultur aufmerksam zu machen.

Diesjährige Kandiatinnen und Kandidaten

weinmajestaetenKandidatinnen und Kandidat 2026 (Janina Mehr rechts Mitte an der Säule) – Foto: DWI