Diesmal also keine Hinterhof-Schreinerei. Es sollte offensichtlich schon etwas Monumentaleres sein. Ja, sogar einer der schönsten Blickfänge in der ganzen Stadt. Mehr als 60 Jahre, nachdem der Kobold in der Werkstatt von Meister Eder an einem Leimtopf klebend sichtbar wurde, ist er jetzt am Wittelsbacher Brunnen im Münchner Zentrum wieder aufgetaucht.

Ein winziger Pumuckl hält dort stolz einen Bierkrug mit Deckel in den Händen, gänzlich unbeeindruckt von den um ihn herum wogenden Urkräften des Wassers. Die nämlich repräsentiert der riesige neoklassizistische Brunnen am Lenbachplatz.

Einem Schlückchen Bier ist der Pumuckl nicht abgeneigt: Diese Mini-Figur ziert den Wittelsbacher Brunnen im Zentrum Münchens.

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Einem Schlückchen Bier ist der Pumuckl nicht abgeneigt: Diese Mini-Figur ziert den Wittelsbacher Brunnen im Zentrum Münchens.
Foto: Peter Kneffel, dpa

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Einem Schlückchen Bier ist der Pumuckl nicht abgeneigt: Diese Mini-Figur ziert den Wittelsbacher Brunnen im Zentrum Münchens.
Foto: Peter Kneffel, dpa

Es stimmt offensichtlich bis heute: Sehen kann ihn nicht jeder, nur der Meister Eder. Und ein aufmerksamer Reporter der Münchner Abendzeitung, das sei ergänzt. Obwohl täglich Tausende Touristen ihre Handykameras auf den Monumentalbrunnen richten und die Brunnenmauer ein beliebter Ort für Mittagspause und Feierabendbier ist, blieb die kleine Pumuckl-Bronze bis jetzt weitgehend unbemerkt. Und das, obwohl sie offensichtlich schon seit mehreren Jahren zwischen den Steinen hervorlugt.

Kann auf dem riesigen Brunnen wirklich leicht übersehen werden: Die Kobold-Bronze hinter einer Figur, die die Schöpfungskraft des Wassers zeigt.

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Kann auf dem riesigen Brunnen wirklich leicht übersehen werden: Die Kobold-Bronze hinter einer Figur, die die Schöpfungskraft des Wassers zeigt.
Foto: Peter Kneffel, dpa

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Kann auf dem riesigen Brunnen wirklich leicht übersehen werden: Die Kobold-Bronze hinter einer Figur, die die Schöpfungskraft des Wassers zeigt.
Foto: Peter Kneffel, dpa

Pumuckl-Künstler war nicht nur in München tätig

Das Figürchen stammt, so viel weiß man mittlerweile, von dem ukrainisch-ungarischen Bildhauer Mihály Kolodko. Der gilt als sogenannter Guerilla-Künstler, weil er schon in mehreren Städten heimlich kleine Statuen platziert hat, etwa in Venedig, im kroatischen Pula und besonders viele in Budapest.

Der Pumuckl linst aus der Lederhose

Ein Bild auf seinem Instagram-Kanal zeigt ihn in bayerischer Tracht, der Pumuckl linst aus der Lederhosentasche. Übrigens: Könnte gut sein, dass die Figur nicht sein einziger Schabernack in München ist. Wir wissen schon, wem das ganz besonders gut gefallen dürfte. Hurra, hurra!