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Unterschneidheim (Baden-Württemberg) – Niemand wollte den insolventen Autozulieferer kaufen, damit ist das endgültige Aus des Unternehmens besiegelt. Eine bittere Nachricht für die Mitarbeiter, die jetzt alle ihren Job verlieren.

Die Roku Mechanik GmbH ist auf Zerspanungstechnik spezialisiert und fertigt Dreh- und Frästeile sowie Baugruppen. Am 1. Februar 2026 eröffnete das Amtsgericht Aalen die Insolvenz in Eigenverwaltung. Ziel war es, einen Investor für den 1991 gegründeten Autozulieferer aus Unterschneidheim in Baden-Württemberg zu finden. Doch die monatelange Suche und sogar konkrete Verhandlungen blieben ohne Erfolg.

Warum eine Übernahme scheiterte

„Wir waren mit mehreren potenziellen Investoren in intensiven Gesprächen und standen zweimal kurz vor dem Abschluss“, sagt Martin Mucha von der Kanzlei Grub Brugger, der Roku als Generalbevollmächtigter im Eigenverwaltungsverfahren unterstützt. Hauptgrund für die Absagen sei die branchenbedingt schwierige Auftragslage des Unternehmens gewesen, erklärt der Sanierungsexperte gegenüber BILD.

Fertigung von Ölpumpen bei Roku für die Autoindustrie

Fertigung von Ölpumpen für die Autoindustrie bei der Roku Mechanik GmbH

Foto: ROKU MECHANIK GmbH

Wann der Autozulieferer dichtmacht

Sowohl bei den Aufträgen von den Auto-Herstellern als auch bei den Bestellungen aus anderen Branchen zeichnete sich ein erheblicher Rückgang ab. Der Rechtsanwalt: „Dieser konnte trotz intensiver Bemühungen nicht aufgehalten werden. Eine Stilllegung des Unternehmens wurde dadurch unvermeidlich.“ Bis Jahresende sollen laufende Aufträge abgearbeitet werden, dann wird der Betrieb eingestellt. Die Gebäude sind nicht Teil der Insolvenzmasse. Mucha zu BILD: „Die Maschinen und Anlagen werden nach der Ausproduktion bestmöglich veräußert.“

Die Gründe für die Insolvenz

Noch 2019 hatte Roku auf Wachstum gesetzt und ganze 25 Millionen Euro in eine zusätzliche Fertigungsstätte investiert. Auf die Erweiterung folgten allerdings zu viele Krisen – erst die Corona-Pandemie, anschließend die steigenden Kosten für Energie und letztendlich die anhaltende Schwäche der Automobilindustrie.

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Bemerkenswert: Die Kunden des Unternehmens finanzieren nun eine Transfergesellschaft für die 145 Mitarbeiter. Sie soll die Betroffenen für sechs Monate beim Wechsel in einen neuen Job unterstützen. Geschäftsführer Roland Kuhnhaus blickt mit Wehmut auf das Aus des Autozulieferers: „Dass wir es nicht geschafft haben, unser Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen, und es nun stilllegen müssen, schmerzt uns sehr.“