Bundesweiter Alarmtag

Darum heulen in Frankfurt wieder die Sirenen

04.09.2026 – 18:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Sirene auf einem Hausdach (Symbolbild): In Berlin ist die Technik für den Warntag am 12. September nicht rechtzeitig fertig.Vergrößern des Bildes

Sirene auf einem Hausdach (Symbolbild): In Frankfurt heulen die Alarme in bestimmten Stadtteilen. (Quelle: Imago/ Wolfgang Maria Weber)

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Am 10. September wird erneut der Ernstfall geprobt. Beim Warntag werden Sirenen, Handys und Warn-Apps getestet. In Frankfurt fehlt aber noch ein flächendeckendes Sirenennetz.

Am Donnerstag, 10. September, werden auch in Frankfurt die Warnsysteme getestet. Um 11 Uhr startet bundesweit eine Probewarnung. Dabei sollen unter anderem Warn-Apps, Cell Broadcast auf Smartphones und weitere Warnkanäle ausgelöst werden.

In Frankfurt heulen zusätzlich die Sirenen rund um die Industrieparks Höchst und Fechenheim. Das Warnsignal dauert eine Minute. Gegen 11.45 Uhr folgt die Entwarnung.

Warnung kommt auch aufs Handy

Die Probewarnung wird über das Modulare Warnsystem des Bundes verbreitet. Darüber können unter anderem die Warn-App NINA, Rundfunkanstalten und Cell Broadcast angesteuert werden. In Frankfurt können außerdem die 290 digitalen Anzeigetafeln an wichtigen Verkehrsknotenpunkten für Warnhinweise genutzt werden.

Beim Cell Broadcast erscheint die Warnung direkt auf geeigneten Smartphones. Voraussetzung ist unter anderem, dass das Gerät eingeschaltet und nicht im Flugmodus ist.

Neu ist beim bundesweiten Warntag in diesem Jahr, dass um 11.45 Uhr erstmals auch bundesweit eine Entwarnung über Cell Broadcast verschickt wird. Sie wird allerdings in der niedrigsten Warnstufe gesendet. Je nach Einstellungen des Smartphones kann deshalb nur ein Systemton zu hören sein – oder die Meldung ohne akustisches Signal erscheinen.

Nur in Teilen Frankfurts heulen Sirenen

Wer außerhalb von Höchst und Fechenheim wohnt, wird vielerorts keine Sirene hören. Denn ein flächendeckendes Sirenennetz gibt es in Frankfurt weiterhin nicht.

Die Stadt plant insgesamt 162 Sirenenstandorte. Für 153 davon stehen die Standorte bereits fest, bei den übrigen laufen noch Prüfungen. In einem ersten Bauabschnitt sollen 37 Sirenen errichtet werden, unter anderem auf Liegenschaften der Feuerwehr und in einem erweiterten Bereich rund um die Industrieparks Höchst und Fechenheim.

Die Ausschreibung für Lieferung und Aufbau der Anlagen wird nach Angaben der Feuerwehr derzeit vorbereitet.

Das bedeuten die Sirenensignale

Das Warnsignal besteht aus einem einminütigen auf- und abschwellenden Heulton. Im Ernstfall bedeutet es: Es besteht eine Gefahr, Bürger sollen sich über Radio, Internet oder Warn-Apps informieren. Die Notrufnummern 110 und 112 sollen dafür nicht angerufen werden. Die Entwarnung erfolgt mit einem einminütigen gleichbleibenden Dauerton.

Der bundesweite Warntag soll einerseits überprüfen, ob die technische Infrastruktur funktioniert. Andererseits sollen Bürger mit den verschiedenen Warnwegen und Signalen vertraut gemacht werden.