Orgelmusik und Orgelbau in Deutschland kürte die Unesco im Jahr 2017 zum „Immateriellen Kulturerbe der Menschheit“, vier Jahre später wurde die Orgel zum Instrument des Jahres gewählt. Ihre Bedeutung rückt beim 16. Deutschen Orgeltag erneut in den Vordergrund. Deutschlandweit werden Orgeln in Konzerten oder bei Führungen präsentiert – auch in Düsseldorf.

Seit Juli 2025 gibt es die neue Orgelanlage in der Dreifaltigkeitskirche. Die große Seifert-Orgel von St. Aposteln in Köln von 1957 wurde dort nicht mehr benötigt und kam über Umwege nach Düsseldorf. In Kombination mit der vorhandenen Seifert-Orgel von 1959 entstand mit 108 Registern die größte Orgel Düsseldorfs und die zweitgrößte Orgel im Erzbistum Köln.

Das Orgelkonzert dort (Jülicher Straße 50) am Samstag, 12. September, 17 Uhr, steht unter der Überschrift „Tuba tune and more“. Hanjo Robrecht erklärt die Besonderheiten der Orgel und lässt sie in ausgewählten Werken erklingen. Das sind neben Tuba und Röhrenglockenspiel vier Schwebungsregistern und das „Pfingstbrausen“ genannte 64-Fuß-Register: Es bietet einen Sound unterhalb der Hörgrenze, der nur gespürt werden kann.

In der Herz-Jesu-Kirche (Roßstraße 75) bietet Robrecht am Sonntag, 13. September, 17 Uhr, ein Konzert unter dem Motto „Orgel kann fast alles“. Das Programm reicht von Johann Sebastian Bach bis Andrew Lloyd Webber. Von Bach wird die kürzlich entdeckte Chaconne BWV 1179 zu hören sein.

Für jedes der beiden Konzerte hat Robrecht ein Stück eingerichtet, das für ein anderes Tasteninstrument komponiert wurde: zum einen das Cembalowerk „Les Cyclopes“ von Rameau mit großem Pedalsolo, zum anderen von Philip Glass die 6. Klavieretüde.

Der Eintritt zu beiden Konzerten ist frei.