Fotos: Handwerkskammer Wiesbaden

Die wirtschaftliche Situation vieler Handwerksbetriebe bleibt schwierig. Hohe Kosten und verhaltene Investitionen prägen weiterhin den Alltag. Gleichzeitig gibt es Entwicklungen, die Zuversicht wecken. Beim Jahresempfang der Handwerkskammer Wiesbaden im Berufsbildungs- und Technologiezentrum „Robert-Werner-Haus“ sprachen rund 260 Gäste aus Politik, Wirtschaft und öffentlichem Leben über diese Mischung aus Belastung und Aufbruch.

Interesse junger Menschen steigt an handwerklichen Berufen

Kammerpräsident Stefan Füll betonte die Bedeutung des Ausbildungsmarkts. Das Interesse junger Menschen an handwerklichen Berufen steige, die Zahl neuer Ausbildungsverträge entwickle sich positiv. „Die Richtung stimmt“, sagte Füll und kündigte weitere Investitionen in moderne Bildungsstandorte an.

Hinninger: Rolle des Handwerks hervorgehoben

Bürgermeisterin Christiane Hinninger hob die Rolle des Handwerks für Wiesbaden hervor. 3.400 Betriebe mit rund 16.000 Beschäftigten seien zentral für Bau, Sanierung, Mobilität und Klimaschutz. Die Stadt halte trotz knapper Mittel an der Förderung beruflicher Bildung fest und setze mit der Handwerksagenda Wiesbaden 2030 auf enge Zusammenarbeit.

Hauptgeschäftsführer Pierre Schlosser sprach von einem klaren Gestaltungswillen, der die Gespräche des Abends geprägt habe. Man wolle Herausforderungen nicht nur verwalten, sondern aktiv angehen.

Mansoori: Kooperation zwischen Politik und Handwerk entscheidend

Den politischen Abschluss setzte Kaweh Mansoori, stellvertretender Hessischer Ministerpräsident. Angesichts von Fachkräftemangel und Energie- sowie Wärmewende sei die Kooperation zwischen Politik und Handwerk entscheidend. Meisterprämie, Vergaberechtsreform und berufliche Orientierung seien wichtige Schritte, weitere müssten folgen. „Wir werden aus dieser Krise herauswachsen“, so Mansoori.

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