Russische Drohne trifft Geheimdienstzentrale – Feuer bricht aus
Der Sitz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU in Kiew ist am Freitag von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Angriff habe „direkt“ auf das Büro des Geheimdienstchefs gezielt, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Onlinedienst Telegram. Er gab demnach SBU-Chef Olexander Poklad die Anweisung, den Russen „spiegelbildlich“ auf diesen Schlag zu antworten.
Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen mehrere Krankenwagen nahe dem Gebäude im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt. Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte zunächst, dass im Bezirk Schewtschenko ein Brand ausgebrochen sei, nachdem eine Drohne auf das Dach gestürzt war. Ein Opfer sei ins Krankenhaus eingeliefert worden. Angaben der Stadtverwaltung zufolge gab es bei dem Angriff mindestens fünf Verletzte.
Finnland meldet Drohnen-Fund an Grenze zu Russland
Nach dem Fund einer Drohne untersucht Finnland eine mögliche Verletzung seines Hoheitsgebietes. Der finnische Grenzschutz teilte am Freitag mit, es solle geklärt werden, wo, wann und wie das Fluggerät die finnische Grenze überquert habe. Die Drohne war laut dem Verteidigungsministerium am Dienstag in Porvoo an der finnischen Südküste rund 50 Kilometer von der Hauptstadt Helsinki entfernt gefunden worden. Sie sei für Vermessungs- und Kartierungsarbeiten bestimmt gewesen, es habe keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestanden, so das Ministerium.
Der Fundort Porvoo liegt am Finnischen Meerbusen, rund 260 Kilometer Luftlinie westlich vom russischen Sankt Petersburg. Die Nato-Staaten Finnland und Norwegen hatten zuletzt den Ausbau russischer Militärstrukturen an der Grenze zu ihren Ländern gemeldet.
Russische Drohnen treffen Coca-Cola-Fabrik
Das russische Militär hat nach übereinstimmenden Medienberichten der Nachrichtenagentur Reuters und der Zeitung „Kyiv Independent“ bei einem Drohnenangriff eine Abfüllanlage von Coca-Cola in Browary nahe Kiew beschädigt. Das Unternehmen teilte mit, bei dem Angriff sei kein Werksangehöriger verletzt worden.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte umgehend. „Coca-Cola ist für sie ein solcher Feind, dass sie es mit ihren Shahed-Drohnen in Brand gesetzt haben“, sagte er laut der Nachrichtenagentur Reuters in einer nächtlichen Videoansprache. Und weiter: „Das ist ein Angriff auf die USA.“
Insgesamt wurden bei Angriffen in der Nacht zu Freitag in der Region Kiew nach ukrainischen Angaben mindestens 13 Menschen verletzt, darunter ein zwölfjähriges Mädchen. Das Militär von Russlands Staatschef Wladimir Putin hatte zuletzt seine Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine verstärkt.
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