„Ich kenne ihn sehr gut“Trump: Putin will Nato nicht angreifen

05.09.2026, 01:41 Uhr

Artikel anhören(02:19 min)

616845883Trump verlässt sich bei seiner Einschätzung offenbar auf seine Menschenkenntnis. (Foto: picture alliance / abaca)

Der Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle geht offenbar auf Moskaus Konto. US-Präsident Trump glaubt dennoch nicht, dass von Russland eine Bedrohung für Nato-Staaten ausgeht.

Nach dem mutmaßlich russischen Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle sieht US-Präsident Donald Trump weiter keine Gefahr eines russischen Angriffs auf die Nato. „Wir sprechen miteinander, ich kenne ihn sehr gut. Putin will kein Nato-Gebiet angreifen“, sagte Trump auf die Frage, ob der Fund einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle einen solchen Angriff darstelle. Näher führte der US-Präsident seine Einschätzung nicht aus.

Ähnlich hatte sich Trump bereits Ende August geäußert, nachdem CIA-Chef John Ratcliffe überraschend zu Besuch in Moskau war. Das „Wall Street Journal“ und das Magazin „Politico“ hatten zuvor berichtet, Ratcliffe habe den Kreml vor einem Angriff auf Nato-Verbündete gewarnt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Bundesregierung Russland allerdings noch nicht offiziell für den Anschlagsversuch verantwortlich gemacht.

Die mit Sprengstoff und einem Zündmechanismus präparierte Drohne war Anfang August im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Der Flughafen ist Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen an die Ukraine. Nach Berichten des Senders CNN und anderen Medien sehen auch US-Geheimdienste starke Hinweise darauf, dass Moskau hinter dem Vorfall steckt.

Trump kündigte zugleich einen neuen diplomatischen Vorstoß zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine an. Seine Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff seien mit einem Vorschlag „zur Beendigung des Kriegs“ auf dem Weg nach Moskau und Kiew. „Wir haben sie hingeschickt, um zu sehen, ob wir etwas erreichen können“, sagte Trump. Es gebe möglicherweise eine gute Chance dafür. Für Witkoff und Kushner ist es der erste Besuch in der ukrainischen Hauptstadt seit Kriegsbeginn. In Moskau waren die beiden zuletzt im Januar für Gespräche mit Putin.

Quelle: ntv.de, ino/AFP/dpa