Bielefeld-Brackwede. Der Startschuss für die langwierige Kanalsanierung in der Senner Straße fällt am Donnerstag, 24. September. Sie wird voraussichtlich zweieinhalb Jahre dauern. In dieser Zeit wird die Baustelle in Etappen vom Südring bis zur Düsseldorfer Straße hinaufwandern. Die Senner Straße wird in dieser ganzen Phase, bis Anfang 2029, für den Durchgangsverkehr gesperrt.
Bei den Arbeiten handelt es sich um eine hydraulische Kanalsanierung. Laut Bielefelder Umweltbetrieb sind diese Maßnahmen unumgänglich, weil der Kanal überlastet ist. Jetzt wird der Querschnitt vergrößert, sodass vor allem bei Starkregen mehr Wasser hindurchfließen kann. In der Senner Straße wird der vorhandene Regen- und Schmutzwasserkanal dafür auf einer Länge von etwa 600 Metern erneuert.
Die Arbeiten werden dabei als Wanderbaustelle ausgeführt. Das bedeutet, dass in etwa 50-Meter-Abschnitten eine zeitweise Sperrung der Straße erfolgt. Dadurch bleiben die Senner Straße von beiden Seiten sowie die Grundstücke – mit Ausnahme des jeweils gesperrten Bauabschnittes – grundsätzlich für Anlieger und den Lieferverkehr frei.
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Zweiter großer Bauabschnitt in der Düsseldorfer Straße
An den Kanalbau in der Senner Straße schließt sich der in der Düsseldorfer Straße an. Ab etwa Mitte/Ende 2028 soll dort der Abschnitt zwischen Schwarzer Kamp und Südstraße in Angriff genommen werden.
Im Vorfeld hatten Anwohner und Bezirkspolitiker große Bedenken wegen der langen Bauzeit und der Auswirkungen vor allem auf den Handel und die anliegenden Dienstleister geäußert. Verwaltung, Umweltbetrieb, Mobiel, Bezirksvertreter und Bezirksamt hatten daher einen kleinen Baustellen-Gipfel abgehalten und über mögliche Problemlagen gesprochen.
Die Bezirksvertretung Brackwede hatte nach den Erfahrungen mit anderen Großbaustellen im Stadtteil auch auf ein gutes Umleitungskonzept gepocht. Eine Umleitung für den Durchgangsverkehr wird jetzt über die Berliner Straße ausgeschildert. Die Brackweder werden kritisch hinschauen, denn sie sehen die Leistungsfähigkeit der Straße durchaus als begrenzt an, zumal dort an vielen Stellen rechts und links geparkt werden darf, was den Verkehr bremst. Die Frage ist, ob dort temporär an einigen Stellen Park- und Halteverbote ausgesprochen werden müssen.
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