
Ukraine-News
Stand: 05.09.2026 09:27 Uhr

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10:14 Uhr
Waffenruhe an AKW Saporischschja – Reparturarbeiten an Stromleitungen
Am russisch besetzten AKW Saporischschja im Südosten der Ukraine ist der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge eine Waffenruhe in Kraft getreten. Die IAEA, die die Lage vor Ort beobachtet, teilte mit, sie diene dazu, Stromleitungen zu reparieren und die Stromversorgung des Atomkraftwerkes wiederherzustellen.
Das Atomkraftwerk ist mit seinen sechs Reaktoren das größte in Europa und steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle. Seit längerem sind alle Reaktoren abgeschaltet. Das AKW befindet sich damit im sogenannten Kaltabschaltzustand, in dem es aber eine ständige Stromversorgung zur Kühlung der Brennelemente benötigt. Fällt die externe Stromversorgung durch Kampfhandlungen aus, wird das AKW nur durch Notstromaggregate versorgt. Seit dem 20. August ist dies erneut der Fall. (Quelle: Reuters)
08:50 Uhr
Vier Tote in Ukraine nach russischen Luftangriffen
Vor einer US-Vermittlungsmission im Ukraine-Krieg sind vier Menschen im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk durch einen russischen Luftangriff getötet worden. Der Gebietsgouverneur Olexander Hanscha teilte auf Telegram mit, der Angriff habe einen Industriebetrieb in der Stadt Kamjanske getroffen. Es habe sechs Verletzte gegeben.
Das russische Militär in Moskau sprach von einem Angriff auf ein großes Metallkombinat, das die ukrainische Rüstungsindustrie beliefere. Einschläge russischer Drohnen wurden in der Nacht auch aus dem Großraum Kiew gemeldet. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte wurden in der Nacht über Russland 59 ukrainische Drohnen abgewehrt. Die vergleichsweise niedrige Zahl lässt darauf schließen, dass die Ukraine wie angekündigt eine Feuerpause wegen des Besuchs der US-Vermittler einhält. (Quelle: dpa)
08:20 Uhr
Trump schickt Vermittler nach Russland und in Ukraine
In die Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs könnte unter Vermittlung der USA wieder Bewegung kommen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte einen Besuch des US-Sondergesandten Steve Witkoff und des Schwiegersohns von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, am Wochenende an. Besprochen sei, dass beide zunächst Moskau besuchen und am Sonntag erstmals überhaupt nach Kiew reisen, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft.
Für Medienberichte über den angeblichen Beginn einer zumindest einseitigen Waffenruhe am Wochenende, die Selenskyj ausgerufen habe, gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.
Die russische Seite hielt sich bedeckt. Trump bestätigte im Weißen Haus auf Reporternachfrage, dass er seine beiden Unterhändler entsandt habe. (Quelle: dpa)
04.09.2026 00:05 Uhr
Die Ereignisse gestern – 4. September 2026
Der Sitz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU in Kiew ist von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Angriff habe „direkt“ auf das Büro des Geheimdienstchefs gezielt, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Online-Dienst Telegram. Der Staatschef gab demnach SBU-Chef Olexander Poklad die Anweisung, Russland „spiegelbildlich“ auf diesen Angriff zu antworten.
Die Juristin Nele Matz-Lück hält eine Sperrung der Ostsee für Tanker der russischen Schattenflotte für nicht möglich. Der Sicherheitsexperte Joachim Krause hatte zuvor im Interview vorgeschlagen, die Ostsee für Tanker der Schattenflotte dicht zu machen.
In der Ukraine ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation eines ihrer wichtigsten Lager bei einem Luftangriff getroffen worden. In dem Lager in der Region Kiew lagerten „humanitäre medizinische Güter“, sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier. Russland hat nach ukrainischen Angaben in der Nacht Energieinfrastrukturanlagen in der Region Odessa angegriffen. Der Gouverneur von Odessa, Oleh Kiper, erklärte, bei dem Angriff sei ein Mensch getötet worden. In den vergangenen Wochen hatte Russland die Region Odessa wiederholt angegriffen und sich auf die Hafen- und Energieinfrastruktur konzentriert.
Nach der Beschlagnahme eines russischen Schiffes in einem Hafen der Inselgruppe Spitzbergen hat das russische Außenministerium den norwegischen Botschafter einbestellt. Das Schiff war von den norwegischen Behörden auf Antrag des staatlichen ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz festgesetzt worden.
Die Mehrheit der Ostdeutschen (54 Prozent) ist dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend zufolge der Ansicht, dass die deutsche Militärhilfe für die Ukraine zu weit geht. In Westdeutschland sind das 39 Prozent. Umgekehrt äußern in der Infratest dimap-Umfrage 59 Prozent der Westdeutschen, dass sie sich durch Russland bedroht oder sehr stark bedroht fühlen. In Ostdeutschland sind das 42 Prozent.
04.09.2026 00:01 Uhr
Ukraine-News am Samstag, 5. September 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.


