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Auf dem ehemaligen Knorr-Bremse-Gelände in Milbertshofen entsteht ein neues Quartier für mehr als 1000 Bewohner. Der Baubeginn ist für kommendes Jahr geplant.

Milbertshofen-Am Hart – Der Countdown läuft: Im kommenden Jahr soll es losgehen mit der Bebauung des früheren Knorr-Bremse-Areals in Milbertshofen. Leopold von Schirnding von der Firma OPES Immobilien sowie der Berliner Architekt Thomas Müller informierten nun im örtlichen Bezirksausschuss über den Stand der Planungen.

knorrEin gemischtes Quartier mit Büros, Läden, Gastronomie und Wohnungen für mehr als 1000 Bewohner soll entstehen. © opesAuf Knorr-Bremse-Areal in München-Milbertshofen – 88-Meter-Hochhaus mit Hotel und Skybar geplant

Leopold von Schirnding ist Leiter Projektmanagement & Bau bei OPES, der Eigentümerin des ehemaligen Knorr-Bremse-Areals. 120 Jahre diente es der Produktion von Bremsen. Knorr-Bremse hat seinen Standort inzwischen weiter nördlich an der Bahnlinie konzentriert und dort in den vergangenen Jahren mehrere neue Gebäude für Forschung und Entwicklung errichtet. Dadurch wurde der südliche Teil des Geländes frei für die Entwicklung eines neuen Quartiers.

knorrSo sieht die Planung für das frühere Knorr-Bremse-Areal aus. © opesGelände soll effizient genutzt werden

Der erste Teil an der Moosacher Straße ist bereits umgesetzt. „Die weiteren Gebäude werden nun im Uhrzeigersinn um die denkmalgeschützte Konzernzentrale von Knorr-Bremse herum entstehen“, erklärt Leopold von Schirnding. Der Plan sieht vor, das Gelände möglichst effizient zu nutzen.

Es entsteht ein gemischtes Quartier mit Büros, Läden, Gastronomie und Wohnungen für mehr als 1000 Bewohner. Außerdem ist ein Pflegeheim vorgesehen, in dem 160 Seniorinnen und Senioren ihr Zuhause finden werden. Das ganze Projekt fußt auf einem Bebauungsplan, der im Februar 2026 vom Stadtrat abgesegnet wurde. „Vor der Sommerpause erwarten wir die Rechtskraft des Bebauungsplans“, sagte von Schirnding.

Grandioser Ausblick auf Olympiapark und Alpen

Wie Architekt Thomas Müller erklärte, soll ein geplantes, 88 Meter hohes Hochhaus im 5. Obergeschoss Terrassen in Richtung Südwesten und Nordosten haben, die seine Erscheinung nach oben verjüngen. „Im Erdgeschoss sollen die Eingänge von den Ecken aus diagonal gegenüberliegen, sodass man von der Moosacher Str. und dem U-Bahnhof Oberwiesenfeld einen Zugang hat“, sagte Müller. Er betonte den grandiosen Ausblick, den man von der Dachterrasse im 18. Obergeschoss auf den Olympiapark und die Alpen haben wird.

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als geborener Münchner beschäftige ich mich seit Jahren mit all den Themen, die in der bayerischen Landeshauptstadt wichtig sind. Meinen Blick richte ich als Redakteur bei tz.de und merkur.de auf das Lokale. Das umfasst alle Themen, die für Menschen vor Ort direkt betreffen – also etwa Politik, Verkehr sowie Einsätze von Polizei und Feuerwehr in den Stadtbezirken. Wöchentlich fasse ich Ihnen in meinem Newsletter München Nord die Themen in Schwabing-West, Schwabing-Freimann, Milbertshofen-Am Hart und Feldmoching-Hasenbergl zusammen, die interessant und von Bedeutung sind.

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Jonas Hönle,Jonas Hönle, Redakteur für tz.de und merkur.de. © Jonas Hönle

Die Fassade aus Naturstein wird Vertiefungen aufweisen, sodass das Gebäude plastisch wirken wird. Die Blechverkleidung des Technikgeschosses unter dem Dach soll dem Haus eine Art Krone verleihen. Das Hochhaus ist zum überwiegenden Teil für eine Hotelnutzung vorgesehen. Außerdem sind ein Fitness- und Wellnessbereich sowie eine Skybar geplant. In den obersten drei Geschossen sollen Büros entstehen.

Alte Bäume bleiben erhalten

Damit Wasser nach dem Prinzip der Schwammstadt versickern kann, wird das Areal nur teilweise unterkellert, etwa für Tiefgaragen. In der Mitte des Quartiers wird ein neuer, öffentlich zugänglicher Park entstehen. Die alten Bäume am historischen Verwaltungsgebäude von Knorr-Bremse bleiben erhalten. Vier der rund 50 Tonnen schweren Riesen wurden im Zuge der Projektvorbereitung ausgehoben und werden im neuen Park wieder eingepflanzt.

Brigitte Voit (SPD) zeigte sich überrascht, dass auch ein Hotel in dem Hochhaus einquartiert werden soll. Sie ging von einer reinen Büronutzung aus. Leopold von Schirnding unterstrich, dass das Hochhaus von Anfang an für Gewerbenutzung vorgesehen sei. Und darunter falle auch ein Hotel. Der Markt sei gut, OPES habe viele Anfragen von Hotelbetreibern.

Jeder hat eigene Wahrzeichen: München teilt sich in 25 Stadtbezirke, die sehr unterschiedlich sindBezirke in MünchenFotostrecke ansehenGebäude wird flexibel geplant

Zudem werde das Gebäude flexibel geplant, sodass man die Nutzung jederzeit ändern könne, wenn die Nachfrage sich ändern sollte. „Die Geschosshöhen sind so geplant, dass auch eine Büronutzung möglich bleibt. Wenn in 30 Jahren keine Hotelnutzung mehr sinnvoll sein sollte, kann schnell reagiert werden.“