Fragen und Antworten

Stand: 05.09.2026 12:00 Uhr

Mit „Feuerland“ hat der Zoo Leipzig seine neue Küsten- und Meereslandschaft eröffnet. Besucher erleben Pinguine, Seelöwen und Seevögel aus nächster Nähe, laufen durch Europas längsten Unterwassertunnel seiner Art und entdecken die neue Attraktion im Süden des Zoos. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

von MDR SACHSEN

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Wo genau liegt „Feuerland“ im Zoo?

Die Anlage liegt innerhalb des Zoos an der Südspitze. Besucherinnen und Besucher biegen am Haupteingang links ab und gelangen nach wenigen Metern direkt an die neue Küsten- und Meereslandschaft. Sie ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

Blick in die neues Küsten- und Meereswelt im Zoo Leipzig.

Auf 5.500 Quadratmetern ist im Zoo Leipzig eine neue Küsten- und Meereswelt entstanden.

Warum heißt das Areal so?

Laut Zoo Leipzig soll die neue Landschaft an die südliche Südamerika-Landschaft erinnern. Sie soll eine Reise bis an die Küste und ins Meer erzählen. Feuerland ist eine Inselgruppe an der Südspitze Südamerikas.

Sonderfolgen von „Elefant, Tiger & Co“

In zwei Sonderfolgen erzählt die MDR-Zoo-Doku-Soap von den letzten Wochen und Tagen vor der Eröffnung von „Feuerland“. Die jeweils 25-minütigen Folgen sind ab dem 4. beziehungsweise 11. September in der ARD Mediathek sowie jeweils um 19.50 Uhr im MDR-Fernsehen zu sehen.

Was kann man hier erleben?

In den vergangenen fünf Jahren ist nach Angaben des Zoos eine Küsten- und Meereslandschaft mit Felsen, einem 5 Millionen Liter fassenden Wasserbecken sowie mehreren Strandabschnitten entstanden. Die 5.500 Quadratmeter große Anlage mit einer überspannten Flugvoliere wird demnach von Humboldtpinguinen, Robben und Seevögeln bewohnt.

Besucher können künftig durch einen mehr als 100 Meter langen Unterwassertunnel laufen und dabei die Tiere beobachten. Dem Zoo zufolge handelt es sich um den längsten Tunnel seiner Art in Europa.

Bei der Gestaltung unseres Feuerlandes haben wir ein besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse der Tiere gelegt und für die Besucher einzigartige Perspektiven für die Tierbeobachtung geschaffen.

Jörg Junhold | Zoodirektor

Video:
Vorgucker auf die neue Erlebniswelt Feuerland (4 Min)

Inmitten des Geländes haben Gäste von einer Tribüne aus freien Blick auf die Robbenbucht. Über eine große LED-Wand können sie Wissenswertes über das Training der kalifornischen Seelöwen erfahren. Im Wasser sorgt eine Wellenanlage für artgerechte Lebensbedingungen unter anderem für Seelöwen und Pinguine.

Pinguine im Zoo Leipzig

Neben Robben und Seelöwen können Besucher auch Pinguine in dem neuen Zoo-Bereich beobachten.

Welche Tiere sind im Feuerland zu sehen?

In der Küsten- und Meereswelt sind laut Angaben neben Humboldtpinguinen, Robben und Seelöwen auch verschiedene Seevögel wie Meerespelikane zu erleben. Viele der Tiere seien aus anderen Zoos in das neue Gehege umgezogen. So stammen rund 40 Humboldtpinguine aus den Zoos in Karlsruhe, München und Schwerin. Die Seelöwen sind aus den Zoos in Nürnberg und Gelsenkirchen nach Leipzig gekommen.

Gibt es Fütterungen oder Schaufütterungen?

Viermal täglich gibt es Fütterungen der Robben in einem großen Wasserbecken draußen, vor dem es auch eine Zuschauertribüne gibt. Von dieser Felsentribüne aus sollen Gäste auch kommentierte Trainings mitverfolgen können.

Pelikane im Zoo Leipzig

In der das Gelände umspannenden Flugvoliere sind verschiedene Seevögel wie etwa Pelikane zu sehen.

Können Besucher alle Tiere jederzeit sehen?

Laut Zoo kann man die Tiere mit Glück immerzu sehen, weil sie immer durchs Wasserbecken schwimmen. Auf einem zwölf Meter langen Abschnitt haben Besucher durch eine Acrylglasröhre auch einen Rundumblick ins Wasser.

Ist der Unterwassertunnel barrierefrei?

Ja, der Unterwasser-Tunnel ist barrierefrei erreichbar über zwei Fahrstühle für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen oder Gäste, die auf Rollatoren angewiesen sind. Es gibt für alle nicht eingeschränkten Besucher auch Treppen als Zugänge zur Anlage.

Gondwanaland im Leipziger Zoo

Was können Kinder und Jugendliche lernen?

Bei der Neugestaltung sind den Angaben zufolge mehrere analoge sowie digitale Lernstationen für Kinder und Jugendliche entstanden. Demnach veranschaulicht eine riesige Plastikflasche mit interaktiven Lernspielen die Verschmutzung der Weltmeere.

Zudem seien lebensechte Nachbildungen vieler Pinguinarten zu sehen. In einem Expeditionswrack erfahren Besucher mehr darüber, wie sich Pinguine an ihren Lebensraum anpassen. An der Pinguinküste gibt es zudem eine Schaubruthöhle zu entdecken.

Wie lange dauert ein Rundgang durch die Anlage?

Die Zeit zum Durchgehen richtet sich nach dem jeweiligen Besucherinteresse. Eine halbe Stunde gilt als realistisch. Manche Interessierte können sich vermutlich auch länger aufhalten, weil sie die Tiere gern länger beobachten.

Blick auf die neue Künsten- und Meereswelt im Zoo Leipzig.

Neben einer großen LED-Leinwand bietet das neue Areal auch zahlreiche digitale Lernstationen für Kinder und Jugendliche.

Was kostet jetzt der Eintritt?

Der Zugang zum Feuerland kostet keinen Extraeintritt. Seit September kosten die Eintrittskarten in den Zoo jedoch mehr. Erwachsene bezahlen dann 26 Euro für ein Tagesticket, Kinder (6 -17 Jahre) 17 Euro. Kinder unter 6 Jahre zahlen keinen Eintritt.

Wie teuer war die neue Anlage?

Nach Angaben des Zoos kostete die neue Anlage knapp 50 Millionen Euro. Seit der Jahrtausendwende sind die alten Anlagen im Zoo Leipzig schrittweise durch moderne Themenwelten ersetzt worden. Viele nicht mehr zeitgemäße Käfige und Tierhäuser sind großzügigeren Anlagen gewichen, wie etwa die Tropenhalle „Gondwanaland„.

Welche Bauprojekte gibt es noch im Zoo?

Neben dem Bereich „Feuerland“ zählen die Sanierung des historischen Terrariums sowie die „Asiatischen Inselwelten“ zu den letzten Bauprojekten im Zoo. Die Modernisierung soll bis 2028 abgeschlossen sein.

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MDR (phb/sys)/dpa