Vor dem Roten Rathaus hat sich am Samstag eine niedrige vierstellige Zahl an Menschen versammelt, um gegen Verdrängung und steigende Mieten zu protestieren. Ein breites Bündnis, darunter auch der Mieterverein, hatte zu dem Protest kurz vor der Berliner Wahl aufgerufen, um Druck auf die Politik auszuüben.
Erwartet hatte das Bündnis ursprünglich 20.000 Teilnehmende. Auch die Polizei ging von einer größeren Anzahl an Teilnehmenden aus. Auf den Bannern der Demonstrierenden waren Forderungen wie „Keine Rendite mit der Miete“, „Her mit den Wohnungen“ oder „Stoppt die Heizkostenabzocke“ zu lesen.
Rednerinnen verschiedener Initiativen riefen auf der Bühne unter anderem dazu auf, leer stehende Häuser zu besetzen und solidarisch mit Menschen zu sein, die von Zwangsräumungen betroffen sind.
Vor dem Roten Rathaus demonstrieren am Samstag Menschen gegen Verdrängung und steigende Mieten.
© Madlen Haarbach
Eine weitere Rednerin wies auf erhebliche Probleme hin, die auch bei landeseigenen Wohnungsunternehmen bestehen würden. Sie nannte unter anderem kaputte Fahrstühle, Schimmel und Asbest. „Viele landeseigene Wohnungen sind in einem schlechten Zustand“, sagte sie. Die Rednerin verwies etwa auf Mieterinitiativen in der Neuköllner High-Deck-Siedlung und der Rollbergsiedlung im gleichen Bezirk.
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„Die landeseigenen Wohnungsunternehmen müssen nicht enteignet werden – aber sie müssen endlich gemeinwohlorientiert wirtschaften“, forderte sie. So müssten Mieteinnahmen für die Instandhaltung genutzt werden und dürften nicht in Neubau fließen, fordert sie.
Nach der Auftaktkundgebung soll der Demozug eine Runde durch das Regierungsviertel ziehen und dann wieder vor dem Roten Rathaus zusammenkommen.