Nürnbergs Tim Janisch (v.) im Zweikampf mit Kiels Jonas Therkelsen

Stand: 05.09.2026 • 15:20 Uhr

Holstein Kiel hat mit einer starken kämpferischen Leistung dem 1. FC Nürnberg den vereinseigenen Startrekord in der 2. Liga vermasselt. Der Club, der die ersten drei Spiele dieser Saison gewonnen hatte, vergab am Ende gleich mehrere Matchbälle.


Christian Hornung

Beim für die Störche etwas glücklichen 2:2 (1:1) hatte Adam Markhiev (41. Minute) die Gäste in Führung gebracht, noch vor dem Wechsel glich Phil Harres aus (45.+1). Kiel ging im zweiten Durchgang durch Adrian Kaprálik in Führung (50.), doch kurz darauf gelang Piet Scobel der Treffer zum 2:2 (56).

Erfrischender Offensivfußball von beiden Teams

Schon die erste Hälfte war ein offener Schlagabtausch zweier Teams, die auf erfrischenden Offensivfußball setzten. Gleich in der ersten Minute hatte Nornberg die erste Großchance, doch Timon Weiner parierte den Abschluss von Mohamed Alì Zoma glänzend. Weiner war auch in der 20. Minute wieder hellwach, als Finn Becker erneut mit einem Lupfer aus 30 Metern das 1:0 für den Club auf dem Fuß hatte, aber im Kieler Keeper seinen Meister fand.

Im Anschluss fanden die Gastgeber immer besser in die Partie und übernahmen die Vorherrschaft im Mittelfeld. Zu klaren Chancen kamen die Störche aus dem Spiel heraus allerdings nicht, bis beinahe ein Standard die Führung bedeutet hätte: Guillermo Balzi visierte per Freistoß vom rechten Strafraumeck den linken Winkel an, Nürnbergs Torhüter Jan Reichert parierte aber hervorragend.

Folgenschwere Panne durch Reichert

Kurz danach leistete sich Reichert beinahe eine folgenschwere Panne, als er den Ball gegen Kasper Davidsen verdaddelte – der blockte den versuchten Befreiungsschlag des Keepers, bugsierte die Kugel dann aber knapp über die Latte.

Fast aus dem Nichts brachte dann ein Traumtor von Markhiev (41.) das längst fällige erste Tor diese sehenswerten Partie: Zoma legte nach einem kurzen Dribbling für Javier Fernández auf, der nochmal hervorragend den besser postierten Markhiev bediente. Zentral aus 20 Metern zog der Finne fast aus dem Stand direkt ab und knallte den Ball unter die Latte.

Starke Reaktion der Kieler

Kiel zeigte sich davon allerdings nicht beeindruckt und spielte weiter nach vorn. Der Lohn war der Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte: Nach einer Freistoßflanke von Adrian Kaprálik gelang Harres der hochverdiente Ausgleich.

Die zweite Hälfte begann ähnlich spektakulär, wie die erste geendet hatte. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff zog Kapralik nach einem Ballverlust von Zoma ein überragendes Solo an, ließ zwei Nürnberger Verteidiger ins Leere laufen und verlud am Ende auch noch Reichert mit einem Flachschuss ins rechte Eck.

Erst Flipper, dann trfifft Scobel

Doch der Club konterte schnell. Nachdem der Ball mehrfach im Mittelfeld hin und her flipperte und Kiel nicht klären konnte, köpfte Markhiev die Kugel über die letzte Deckungsreihe der Störche hinweg perfekt in den Lauf von Scobel. Der Stürmer setzt setzt sich stark durch und schob den Ball cool durch die Beine von Weiner ins Netz.

Das Momentum wechselte nun wieder zu den Gästen, die in 68. Minute die Großchance zur erneuten Führung hatten: Zoma spielte Scobel frei, dessen Abschluss senkte sich aber knapp neben den rechten Pfosten. Fünf MInuten später hatte William Böving die nächste Top-Chance, zielte aber ebenfalls knapp am Tor vorbei.

Scobel vergibt den Matchball

Sieben Minute vor dem Ende war Weiner im Kieler Tor dann nach einer Kopfball-Bogenlampe von Scobel bereits geschlagen, doch Guillermo Balzi stand auf der Linie goldrichtig und wehrte damit den Matchball der Nürnberger so gerade noch ab. Bis zum Schluss blieb der Club am Drücker, doch als Böving in der 93. Minute den Ball knapp über die Latte setzte, war der Punktgewinn für die KIeler gesichert.

Kiel in Heidenheim, Nürnberg gegen Hannover

Kiel ist am Sonntagmittag beim 1. FC Heidenheim zu Gast (13.30 Uhr). Nürnberg empfängt am Freitagabend Hannover 96 (18.30 Uhr).