Mit dem Ziel den vierten Sieg in Folge zu holen und die Tabellenführung in der 3. Liga zu verteidigen, machte sich der MSV Duisburg auf den Weg nach Bayer. Das Spiel beim SSV Jahn Regensburg hatte viel zu bieten, im Fokus stand nach schwacher Leistung der japanische Austauschschiedsrichter Ryo Tanimoto. Nach torloser erster Halbzeit, ging der Jahn in Durchgang zwei in Front. Bei seinem Drittliga-Debüt für den MSV markierte Peter Remmert den Ausgleich. Wenig später eskalierte der Gästeblock.
Mit viel Schwung starteten beide Mannschaften in die Partie. Noch nicht richtig auf dem Feld schien dabei die MSV-Defensive zu sein, die besonders in der Anfangsphase nicht immer auf der Höhe war. Nach Zuspiel von Oscar Schönfelder, der zuvor mit viel Tempo über den halben Platz marschiert war, konnte Lucas Hermes aus guter Position MSV-Keeper Max Braune nicht überwinden (6.). Nur drei Minuten später war David Philipp durch, doch auch sehr spitzem Winkel fand auch er die Lücke nicht. Wenn Duisburg mal in Ballbesitz war, gingen gleich mehrere Jahn-Akteure auf den ballführenden Spieler und setzten die Zebras so permanent unter Druck.
So ging auch die nächste Großchance auf das Konto des Jahn. Nassim Boujellab machte eigentlich alles richtig, als er sich allerdings zwischen Abspiel und Abschluss entscheiden musste, erstarrte er förmlich und ließ so die gute Chance verpuffen (19.). In der Folge kam der Gast aus dem Ruhrpott etwas besser in die Partie. Dominik Kother legte zurück zur Strafraumkante, von wo aus Christian Viet direkt den Abschluss suchte. SSV-Schlussmann Hannes Hermann tauchte ab und konnte das Spielgerät noch um den Pfosten ins Toraus lenken (24.). Unmittelbar danach sah Duisburgs Toptorjäger Lex-Tyger Lobinger die Rote Karte. Im Regensburger Strafraum wurde er heftig bedrängt, ließ sich dann zu einem Stoß mit dem Ellbogen hinreißen (25.). Im weiteren verlauf wurde es oft hitzig und dem Schiedsrichter drohte die Begegnung zu entgleiten. Undurchsichtige Entscheidungen gegen beide Mannschaften brachten viel Unruhe rein. Bis zur Pause beruhigte sich das Geschehen wieder etwas, weitere nennenswerte Offensivaktionen gab es nicht.
Remmert bringt Duisburg zurück ins Spiel
Zur zweiten Halbzeit reagierte Hirsch und brachte mit Peter Remmert wieder einen nominellen Stürmer. Für ihn blieb Kother in der Kabine. Außerdem ersetzte Simon Symalla auf der Außenbahn Patrick Sussek. Elf Minuten waren nach dem Seitenwechsel gespielt, als Schönfelder eine Flanke perfekt in die Schnittstelle brachte. Hermes stieg hoch und köpfte zur Jahn-Führung ein. Duisburg ging danach nicht gleich ins Risiko. Die Zebras suchten weiter spielerische Lösungen. Nach Foul an Viet legte sich Can Coskun den Ball für den Freistoß aus gut 20 Metern zurecht. Sein Versuch kam gut, stellte Hermann aber auch nicht vor eine unlösbare Aufgabe (61.). Auf der Gegenseite bekam Martin Ens noch einen Fuß dazwischen, ehe der Jahn zum Abschluss kommen konnte.
Während der Jahn weiter das Spiel machte und die Kontrolle innehatte, brachte ein schneller Konter den Ausgleich für den MSV. Symalla schickte Remmert steil, der noch einige Meter ging, in den Strafraum eindrang und dann trocken mit einem Flachschuss in die Maschen vollendete (71.). Das sorgte für einen Bruch im Jahn-Spiel und neue Wucht bei den Duisburgern. Coskun brachte einen Freistoß genau auf den Kopf des kurz zuvor eingewechselten Max Besuschkow. Eine Glanzparade von Hermann verhinderte die Duisburger Führung (80.). Bei der anschließenden Ecke war der Keeper dann aber machtlos. Coskun trat den Ball, Rasim Bulic verlängerte mit dem Kopf auf den zweiten Pfosten, wo Tobias Fleckstein nur noch den Fuß hinhalten musste (81.). In der Schlussphase präsentierte sich der MSV ganz im Stil einer Spitzenmannschaft, stellte sich den Angriffen der Regensburger entgegen und spielte die Uhr souverän runter.
Am kommenden Wochenende steht für den MSV das Straßenbahnderby bei Fortuna Düsseldorf an. Klar ist, dass die Zebras in der Offensive einiges umstellen müssen. Neben dem verletzten Florian Krüger wird auch Lobinger nach seinem Platzverweis das Derby sicher verpassen. Auf der anderen Seite dürfen sich die Zebras auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung freuen. Zwischen 10.-14.000 blau-Weiße Anhänger werden sich auf den kurzen Weg machen.