NÜRNBERG / SCHWEINFURT – Was ist drin für den FC 05 in dieser Saison? Diese Frage stellte sich spätestens vor dem Anpfiff der Samstagspartie beim schlecht in die Runde gestarteten, amtierenden Regionalliga-Meister 1. FC Nürnberg 2 angesichts so manchem Ergebnisses am Freitagabend (siehe unten). Die Antwort lautet: So wird´s nichts mit einem Spitzenplatz!
Volle Kapelle, 18 Feldspieler im Kader, nur der geschonte Mike Dellinger fehlte: Personell sah´s gut aus, was die Schnüdel auf den Platz brachten. Doch schon nach sieben Minuten klingelte es hinter Jan Mootl. Per wunderschönem Hackentrick wurde der Schlussmann überwunden.
Doch schon vier Minuten später – was für eine heiße Anfangsphase! – wurde Jason Prodanovic im Strafraum gelegt. Elfmeter für Schweinfurt! Philipp Hack, der dreifache Torschütze vom letzten Freitag gegen Fürth 2, verwandelte souverän: 1:1.
Und so ging´s weiter: Nach 18 Minuten brachte Luca-Paul Schulten nach einer Flanke per Linksschuss den kleinen Club wieder in Führung. Mottl war wie beim 1:0 völlig machtlos. Zu diesem Zeitpunkt deutete vieles auf einen Endstand von 10:5 hin. Was für ein Spektakel bis dazu am Valznerweiher!
Kleinere Chancen waren die Folge, Mottls Parade gegen David Klos verhinderte das 3:1. Ehe sich das Spiel etwas beruhigte. Was den FC 05 nicht daran hinderte, nach etwas mehr als einer halben Stunde wieder auszugleichen: Berkay Öztürk (auf unserem Aufmacherbild) bewies mit einer tollen Einzelaktion, warum es wert war, ihn aus Ingolstadt zu holen. Danach fiel fast das 2:3 durch Kevin Fery.
Das aber wurde dann auf der anderen Seite gefeiert, als Nizar Üstel kurz vor der Pause Keeper Jan Mottl mit seinem Kopfball ein drittes Mal an diesem Nachmittag bezwang. Das schon 14. Gegentor im erst siebten Spiel. Als es vorerst in die Kabine ging, war klar: Ein Schnitt von zwei Gegentreffern wird nicht taugen, um oben mitspielen zu können.
Vorerst unverändert sollte mit Beginn von Halbzeit zwei erst einmal die Wende am Valznerweiher vor den offiziell 464 Zuschauern gelingen. Ungewohnt ereignislos ging es aber weiter. Vor allem hatten die Schweinfurter keine echten Möglichkeiten zum Ausgleich. Und dann gelang Can Yahya Mustafa zehn Minuten vor dem Ende auch noch das 4:2. Das war der Deckel auf die Partie, die durch das 5:2 durch Pascal Fuchs in der nachspielzeit sogar zu einem kleinen Debakel für den FC 05 wurde. Zumindest zu einem herben Rückschlag nach zuvor drei Siegen in Serie.
Bereits am Freitagabend siegte der TSV Aubstadt gegen das noch immer punktlose Schlusslicht Spvgg Ansbach mühevoll mit 2:0. Ingo Feser per Elfmeter und Joshua Endres trafen jeweils gleich zu Beginn der beiden Halbzeiten. Mit nun acht Punkten aus sechs Partien starten die Grabfelder in die nächste Englische Woche, die es in sich hat: Kommenden Freitag zuhause gegen Unterhaching, Dienstag in Bayreuth und wieder Freitag daheim gegen Bayern München 2. Dann jeweils vor sicherlich mehr als den knapp 600 Zuschauer, wie sie diesen Freitag in die NGN-Arena kamen.
Und der TSV 1860 München? Bleibt ungeschlagen, kommt aber nicht so recht vom Fleck: Vor ausverkaufter Hütte der DJK Vilzing führten die Löwen zwei Mal, kassierten aber ausgerechnet durch ihren Ex-Spieler Markus Ziereis in der Nachspielzeit das 2:2. Bayreuth (gegen Burghausen) und Illertissen (in Eltersdorf) verloren sogar am Freitagabend.
Und in der Bayernliga lief es für die unterfränkischen Vertreter höchst unterschiedlich. Während Regionalliga-Absteiger Viktoria Aschaffenburg, kommenden Mittwoch in Großbardorf zu Gast, bei Landesliga-Aufsteiger DJK Ammerthal gleich mit 6:0 gewann, verlor der Würzburger FV durch ein Tor in der 90. Minute bei Neuling Don Bosco Bamberg.
Schweinfurt: Jan Mottl – Kevin Frisorger, Pietro Besso (ab 83. Nils Benedikt Piwernetz), Johannes Theinhardt, Kevin Fery, Lauris Bausenwein, Gil Ebner (ab 75. Leonard Krasniqi), Philipp Hack (ab 83. Lukas Mrozek), Berkay Öztürk, Jason Prodanovic, Morris Adelabu (ab 62. Mirco Geisler); auf der Ersatzbank: Julian Brätz – Valentin Schmitt, Mustafa Özden, Maximilian Stahl, Radzivon Hushcha; Trainer; Jan Gernlein.
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