Dritte Pleite in Serie für den SSV Jahn Regensburg! Vor 8468 Zuschauern verloren die Oberpfälzer trotz über einer Stunde Überzahl und zwischenzeitlicher Führung am Samstagmittag mit 1:2 (0:0) gegen den MSV Duisburg. Die Zebras bleiben damit weiter ungeschlagener Tabellenführer der 3. Liga – der Jahn war völlig bedient.

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Lucas Hermes hatte die Regensburger nach 56. Minuten zwar in Führung geschossen, doch der MSV Duisburg drehte das Spiel durch Treffer von Peter Remmert (71.) und Tobias Fleckstein (81.). Und das in Unterzahl! MSV-Stürmer Lex-Tyger Lobinger war nach 25 Minuten mit Rot vom Feld geflogen.

Das Spiel begann gut für die Regensburger. Die Hausherren hatten mehr Ballbesitz und suchten Lücken in der MSV-Abwehr. Die erste fand Oscar Schönfelder, der von Sechzehner zu Sechzehner durchstartete, und auf Lucas Hermes durchsteckte. Dieser wurde per Schubser am Abschluss gehindert (6. Minute). Die Pfeife des japanischen Schiedsrichters Ryo Tanimoto blieb stumm, er entschied auf Ecke – eine vertretbare Entscheidung.

Ein Stürmer weniger, ein Sechser mehr

Jahn-Coach Sascha Hildmann hatte im Vergleich zur 1:5-Klatsche in Hoffenheim Änderungen angekündigt. Personell hielten sich diese in Grenzen: Mit Sascha Hingerl statt Patrick Hobsch stand nur ein Neuer in der Startelf. Allerdings war dies mit einem Systemwechsel verbunden: Erik Majetschak gab in einem 4-1-4-1 den Abräumer vor der Abwehr. Sascha Hingerl und Adrian Fein spielten zentral davor. Beim MSV aus Duisburg standen indes mit Rasim Bulic, Christian Viet und Dominik Kother drei Ex-Regensburger in der Startelf.

Nach 25 Minuten stand der Japaner Tanimoto endgültig im Mittelpunkt. Nach einer Duisburger Ecke brannten MSV-Stürmer Lex-Tyger Lobinger die Sicherungen durch. Er verpasste Felix Strauss einen Ellenbogenschlag ins Gesicht. Auch hier: eine vertretbare Entscheidung des Japaners. Duisburg nun ein Mann weniger und der SSV über eine Stunde in Überzahl! Bis zur Pause sollten die Regensburger daraus gegen nun noch tiefer stehende Duisburger aber kein Kapital schlagen.

Die Szene der ersten Hälfte: Schiedsrichter Ryo Tanimot schickt Duisburgs Top-Stürmer Lobinger (l.) mit Rot vom Feld. – Foto: Andreas Nickl

Remmert antwortet auf Hermes

In der 56. Minute erlöste Lucas Hermes die auch nach der Halbzeit spielbestimmenden Oberpfälzer. Auf Flanke von Oscar Schönfelder nickte der 26-Jährige zu seinem vierten Saisontor ein. Der Jahn nun in Führung und in Überzahl. Wie reagiert Duisburg?

Die Gäste verlagerten sich freilich aufs Umschaltspiel oder Standards. Bei einem Freistoß von Can Coskun (61.) und einem Versuch von Peter Remmert war Jahn-Keeper Hannes Hermann stark zur Stelle. Wenig später war er dann aber geschlagen. Remmert lief nach einem tollen Steckpass von Jan-Simon Symalla Leopold Wurm und Felix Strauss davon und versenkte zum Ausgleich für zehn Duisburger (71.). Sascha Hildmann reagierte sofort und brachte Patrick Hobsch für Erik Majetschak. Dem Jahn-Coach war ein Remis an diesem Nachmittag freilich zu wenig.

Fleckstein bringt zehn Duisburger in Führung

Was folgte, war die ganz kalte Dusche für den SSV. Keeper Hermann vereitelte mit einer Glanzparade gegen Ex-Jahn-Spieler Max Besuschkow zwar die Gästeführung, war nach der darauffolgenden Ecke jedoch geschlagen: Rasim Bulic verlängerte auf den zweiten Pfosten, wo Tobias Fleckstein den Ball über die Linie drückte (81.).

Der Jahn rannte gegen zehn Duisburger weiter an, in der Schlussphase kam zudem Neuzugang Zeteny Jano zu seinem Debüt. Doch auch er konnte nichts daran ändern, dass der Jahn ein Spiel verlor, dass man so nicht verlieren darf.

Statistik: Jahn – Duisburg 1:2 (0:0)

SSV Jahn Regensburg: Hermann – Bauer, Strauss, Wurm, Schönfelder (75. Karbstein) – Majetschak (71. Hobsch) – Philipp (82. Dizdarevic), Fein, Hingerl (82. Mätzler), Boujellab (82. Jano) – Hermes

MSV Duisburg: Braune – Fleckstein, Bulic, Ens (74. Jessen) – Bitter, Casar (78.Besuschkow), Coskun– Kother (46. Remmert), Viet, Sussek (46. Symalla) – Lobinger

Schiedsrichter: Ryo Tanimoto (Japan); Zuschauer: 8468; Tore: 1:0 Hermes (56.), 1:1 Remmert (71.), 1:2 Fleckstein (81.)

Rote Karte: Lobinger (Duisburg, 25., Tätlichkeit); Gelbe Karten: Strauss (2) , Bauer (2), Hingerl (1), Karbstein (1)/Sussek (2), Coskun (1), Remmert (1), Casar (2)