
AUDIO: Werder Bremen besiegt Leipzig mit 3:1 (5 Min)
Bundesliga
Stand: 05.09.2026 17:41 Uhr
Werder Bremen hat eine starke Antwort auf den schwachen Saisonstart und Kritik an der Transferpolitik gegeben. Das Team von Trainer Daniel Thioune besiegte am Samstag RB Leipzig hochverdient mit 3:1 (1:0).
Verantwortlich dafür zeichneten ausgerechnet die Neuzugänge, an denen es zuletzt öffentlich so viel Kritik gegeben hatte. Rückkehrer Eren Dinkci brachte die Grün-Weißen bereits in der 4. Minute mit 1:0 in Führung. Vorlagengeber Chuki spielt genauso erst seit Kurzem für Werder wie Youri Regeer. Der Niederländer, der als Ersatz für den schwer verletzten Jens Stage verpflichtet worden war, schwang im Mittelfeld gleich den Taktstock.
Und dann war da auch noch Niclas Füllkrug. In seinem ersten Bundesliga-Spiel im Weserstadion nach seiner Rückkehr trug sich der ehemalige Torschützenkönig mit dem 2:0 (68.) gleich wieder in die Torschützenliste ein und sicherte den Sieg. Nur das 3:0 von Marco Grüll (80.) ging nicht auf das Konto eines Neuen. Das 1:3 von Ridle Baku fiel tief in der Nachspielzeit und änderte nichts mehr am ersten Werder-Sieg gegen Leipzig seit sieben Jahren.

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Werder nutzt die Leipziger Waffen
Die Wörter „Kämpfen“ und „Siegen“ prangten kurz vor dem Anpfiff auf einer riesigen Blockfahne, die sich einmal quer über die Fankurve spannte. Und das Team legte los wie die Feuerwehr. Sehr hohes Pressing und überfallartige Angriffe – Werder bediente sich der eigentlich für Leipzig typischen Waffen und hatte damit früh Erfolg. Leipzigs Johan Bakayoko leistete sich den folgenschweren Ballverlust. Chuki steckte vor dem Strafraum perfekt auf Dinkci durch und der schob zum 1:0 ein (4.).

Die Fans im Weserstadion gaben vor dem Anpfiff die Richtung für ihr Team vor.
Leipzig wird stärker, VAR greift bei Elfmeter ein
Die Leipziger, bei denen mit Christopher Nkunku ebenfalls ein Rückkehrer in der Startelf stand, waren nun aber wach. Die Bremer konnten sich in der Folge nicht mehr so in Szene setzen, sich aber auch eine abwartendere Spielweise erlauben. Einmal liefen die Hausherren in einen gefährlichen Konter. Doch Amos Pieper vereitelte die Leipziger Großchance mit einer starken Grätsche (19.).
Aufregung gab es fünf Minuten später, als Neuzugang Arthur einen viel zu kurzen Rückpass spielte. Nkunku spritzte dazwischen und wurde von Torhüter Karl Hein am Fuß getroffen. Elfmeter! Doch die Entscheidung wurde nach Videobeweis zurückgenommen, weil Hein zuvor noch leicht den Ball berührt hatte.
In der 28. Minute war wieder der Este entscheidend zur Stelle. Leipzig war über die rechte Seite durchgebrochen. Am Ende kam noch Nkunku an den Ball, aber nicht am Keeper vorbei.

Nach dem „Deadline Day“
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Vandevoordt und die Latte retten für Leipzig
Insgesamt war es jedoch ein sehr chancenarmes Spiel, weil die Abwehrreihen gut standen. Nach dem Tor hatten die Bremer durch Olivier Deman noch einen echten Torschuss – Maarten Vandevoordt war zur Stelle (40.).
Für ein Highlight sorgte kurz nach der Pause Regeer, der es nach einem Ballgewinn mit einem Schuss aus 40 Metern probierte. Vandevoordt eilte jedoch zurück und lenkte den Ball im Zurücklaufen mit seiner Parade gerade noch an die Latte (48.). Auch den Kopfball von Niclas Füllkrug parierte der Belgier, Werders Stürmer stand aber klar im Abseits (52.).

Bundesliga
Die Grün-Weißen konnten zu Beginn noch gut mithalten, waren mit zunehmender Spieldauer aber nur noch defensiv ge- und überfordert.
Füllkrug und Grüll lassen Weserstadion beben
Mit anderen Worten, Werder hatte sich den zweiten Treffer schon verdient, bevor er endlich fiel. Und was für einer: Füllkrug hatte sich bei einer Ecke Richtung Sechzehnerkante zurückfallen lassen, während alle anderen Spieler am Fünfer standen. Die Hereingabe kam punktgenau und der Nationalspieler a.D. traf mit einem wuchtigen Kopfball ins Eck – 2:0 (68.).
Nun reagierten die Leipziger. Nach einer Ecke klärte Olivier Deman noch kurz vor der Linie. Der Nachschuss von Antonio Nusa landete an der Latte (72.). Bei Nusas nächstem Versuch parierte Hein (79.).
Doch nachdemn Chuki schon nah dran gewesen war am dritten Bremer Treffer (73.), machte Grüll in der Schlussphase alles klar. Leipzig konnte nach einer Flanke nicht klären. Der Ball landete im Strafraum beim Österreicher, und der machte mit einer wuchtigen Direktabnahme den Deckel drauf. Bakus Tor (90.+5) schmälerte den Schluss-Jubel nicht.
Ende
05.09.2026
15:30 Uhr
Aufstellung
K. Hein – O. Deman, M. Friedl, A. Pieper, Arthur (67. M. Schmetgens) – Y. Regeer (83. D. Stalmach), L. Reis – M. Grüll, Chuki (83. S. Musah), E. Dinkçi (67. P. Erevbenagie) – N. Füllkrug (74. C. Itten)
M. Vandevoordt – D. Raum, M. Estève, W. Orbán, R. Baku – N. Seiwald – E. Banzuzi, N. El Aynaoui (75. Marc Guiu) – A. Nusa (84. S. Konaté), C. Nkunku (84. A. Maksimović), J. Bakayoko (63. T. Gomis)
Tore
- 1:0
E. Dinkçi (4.)
- 2:0
N. Füllkrug (68.)
- 3:0
M. Grüll (80.)
- 3:1
R. Baku (90. +5)
Fußball, Bundesliga (M)