Ermedin Demirovic war Dauerthema während der zurückliegenden Sommertransferperiode. Nach dem Sieg des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Köln am Freitagabend räumte der Bosnier mit einer „Lüge“ auf.
„Ich habe mir vorgenommen, wieder Respekt auf meinen Namen zu bekommen. Das war zuletzt schon sehr viel, viel Gerede“, sagte Demirovic. „Es hieß, ich sei ein Verkaufskandidat. Jetzt konnte ich zeigen, dass ich hier bin. Und nicht ein Spieler, der keinen Verein findet.“
Im Sommer gab es Berichte, wonach Demirovic beim VfB zum Verkauf stehe. Der 28-Jährige sei bei entsprechenden Angeboten abkömmlich, und Trainer Sebastian Hoeneß sei mit seinem Transfer einverstanden, wurde kolportiert.
Einer solchen Darstellung widersprach Hoeneß im Juli bereits vehement. Der 44-Jährige zeigte sich „irritiert und ehrlich gesagt verärgert über einiges, was da geschrieben wurde“. Zudem bekannte er sich klar zu Demirovic: „Mein Ziel ist, immer die besten Spieler beim VfB zu haben und Medo ist einer unserer besten Spieler.“
Demirovic bereiteten derartige Berichte und Spekulationen um seine Person „schlaflose Nächte“, wie er Freitagabend zugab. „Schon im Trainingslager wurde eine Lüge verbreitet, dass der Trainer mich verkaufen möchte. Das haben wir schnell geklärt.“
Demirovic gewährt Einblicke: „Bin ich so unerwünscht?“
Dennoch habe er sich selbst hinterfragt, weil die Spekulationen trotz der Klarstellung durch Hoeneß und seines klaren Bekenntnisses zum VfB nicht aufhörten. „Irgendwann kommt man in eine Phase, in der man sich fragt: ‚Muss man sich tatsächlich umschauen? Bin ich so unerwünscht?'“, gab Demirovic Einblicke in seine Gefühlslage noch vor wenigen Wochen.
Galatasaray soll großes Interesse am bulligen Angreifer gehabt haben, doch ein Wechsel war eigentlich kein Thema. „Momentan gibt es nicht viel Besseres draußen“, sagt Demirovic. „Der Trainer hat mir in Gesprächen das Gefühl von Wichtigkeit gegeben. Und dann habe ich dem Trainer keine andere Wahl gelassen und gesagt, dass ich beim VfB bleibe.“
Beim Heimsieg gegen Köln Demirovic zur 70. Minute für Deniz Undav eingewechselt und erzielte fünf Minuten später das entscheidende 3:0 gegen in der zweiten Halbzeit gefährliche Gäste. Am Ende siegten die Stuttgarter 4:1 (1:0) und rehabilitierten sich damit für die 1:5-Auftaktpleite beim FC Bayern.