
Nach dem Frust zum WM-Auftakt beim 53:83 gegen Spanien legten Deutschlands Basketballerinnen gegen Japan eine blitzsaubere Leistung hin und holten ihren ersten Sieg.
Durch das deutliche 74:58 (34:29) am Samstag (05.09.2026) ist die DBB-Auswahl wieder im Rennen um die direkte Viertelfinal-Qualifikation. Frieda Bühner mit 22 Punkten (3/4 aus der Distanz) als beste Werferin und eine starke Defensive sorgten in Berlin für Wiedergutmachung für den Vortag und den ersten WM-Sieg.
„Wir haben unsere beste Seite heute gezeigt“, freute sich Bundestrainer Olaf Lange, „vor allem im Spirit, wie wir miteinander und füreinander gespielt haben.“
Nach Malis sensationellem Sieg gegen Spanien (82:73) haben nach dem zweiten Spieltag alle vier Teams in Gruppe A drei Punkte auf dem Konto und für Deutschland ist der direkte Viertelfinal-Einzug im letzten Spiel gegen Mali (Montag, 17.50 Uhr) noch möglich. Dazu braucht die Auswahl von Bundestrainer Lange einen Sieg und gleichzeitig müsste Japan gegen Spanien gewinnen. Die Gruppensiegerinnen ziehen direkt unter die letzten acht, Platz zwei und drei müssen über die Play-Ins in die K.o.-Runde starten.
Toller Wurf-Flow im ersten Viertel
Das deutsche Team elektrisierte die mit 8.377 Fans ausverkaufte Max-Schmeling-Halle mit einem super Start. Nach einer schnellen Passsequenz brachte Emma Eichmeyer gleich den ersten Dreierversuch zum 5:2 im Korb unter. Danach warf sich das Lange-Team regelrecht in einen Flow. Stück für Stück vergrößerte Deutschland seinen Vorsprung und verteidigte gegen die schussstarken Japanerinnen, die beim Auftaktsieg am Vortag gegen Mali mit 20 erfolgreichen Distanzwürfen einen WM-Rekord aufgestellt hatten, hart und und nah.
Das Beste hatten sich die deutschen Frauen aber für kurz vor der ersten Viertelpause aufgehoben. Nyara Sabally, Bühner und erneut Sabally verwandelten drei Dreier in Folge und sorgten für einen 14:0-Lauf zur starken 28:11-Führung. „Der Start war total gut“, meinte Bühner nach dem Spiel: „und mit den Spielern von der Bank konnten wir dann gut darauf aufbauen. Ja: Team-Win.“
Deutscher Hänger in Durchgang zwei
Aber in Durchgang zwei wendete sich das Blatt. Japan zerstörte mit einer deutlich aggressiveren Verteidigung den deutschen Wurf-Flow und arbeitete sich Stück für Stück heran. Ganze sechs Punkte gelangen Leonie Fiebich und Co. im zweiten Durchgang. Bis zur Halbzeitpause schrumpfte der DBB-Vorsprung bei 29:34 auf fünf Punkte.
Mit Beginn des dritten Viertels brachte Deutschland dann allerdings mit viel Emotionen die Halle wieder hinter sich. Mit einem „Shotclock-Beater“ stellte Bühner wieder auf 43:33. Das deutsche Spiel blieb stabil. Die DBB-Auswahl hatte Japans starke Shooterinnen defensiv wieder besser im Griff und spielte offensiv ihre Angriffe ruhig aus. Auch von der Freiwurflinie passte es und so ging es mit einem 58:39 für Deutschland in die letzten zehn Minuten.
Frieda Bühner sorgt für Top-Start
Die begannen optimal für die Gastgeberinnen. Bühner verwandelte im ersten Angriff ihren nächsten Dreier und pushte damit noch einmal Team und Halle. Angetrieben vom Heim-Publikum blieb Deutschland auch in der Defense hart dran, sodass Japans Schützinnen weiter keine einfachen Würfe bekamen.
So blieb der Vorsprung stabil bei um die 20 Punkte und die deutschen Basketballerinnen durften sich vom Berliner Publikum am Ende nach einer konzentrierten Leistung für einen verdienten Sieg feiern lassen.