Werther. Eine Stadt steht zusammen: Nach dem gewaltsamen Tod einer 36-jährigen Wertheranerin hatte zuletzt deren Freundin eine Spendensammlung über gofoundme ins Leben gerufen. Hier soll das gesammelte Geld dem kranken Pferd der Getöteten zugutekommen.

Jetzt hat auch Johnny Dähne, früherer Berichterstatter dieser Zeitung und bekannter Handballer, als Mitarbeiter an der Offenen Ganztagsschule in Werther diese Plattform genutzt, um einem schwer kranken Familienvater, dessen Frau und den beiden Kindern in der Not zu helfen.

„Zwei Wochen vor den Sommerferien kam Victoria, die alle nur „Vicky“ rufen, zwischen Tischtennisplatte und Klettergerüst auf mich zu und erklärte mir, dass ihr Vater seit gestern mit Bauchschmerzen im Krankenhaus läge“, berichtet Johnny Dähne. „Wird hoffentlich nicht so schlimm sein“, sagte er noch zu ihr und dachte tatsächlich eher an eine Blinddarmentzündung oder eine Magenverstimmung. Die tatsächliche Diagnose indes war niederschmetternd: Magenkrebs, weit metastasiert.

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„Sommerferien waren geprägt von Rückschlägen“, sagt Dähne

„Für die Familie hat sich seit diesem Moment alles geändert“, berichtet Johnny Dähne. „Guido, der bei einem Haller Unternehmen als IT-Spezialist arbeitet, kämpft im Städtischen Klinikum Bielefeld plötzlich ums Überleben.“ Und leidet obendrein unter Begleiterscheinungen wie Nierenversagen, einem Darmverschluss und massivem Gewichtsverlust. „Die Sommerferien, eigentlich die schönste Zeit des Jahres, waren für ihn und seine Familie geprägt von Rückschlägen“, fasst Dähne zusammen.


Johnny Dähne hat die Spendenaktion für die Wertheraner Familie ins Leben gerufen. - © Haller Kreisblatt

Johnny Dähne hat die Spendenaktion für die Wertheraner Familie ins Leben gerufen.
| © Haller Kreisblatt

Gegenüber Johnny Dähne wiederum gibt sich der Familienvater Guido als Kämpfer. Und erzählte ihm das: „Zwischendurch hatte ich einen fiesen Hänger. Aber dadurch, dass ich die Chemo gut vertrage, habe ich jetzt wieder eine positive Grundeinstellung.“

Nachdem die Ärzte zu Beginn der Diagnose eine Lebenserwartung von nur wenigen Monaten prognostiziert hatten, hat er nun andere, bessere Perspektiven. „Wenn die neue Therapieform weiter so anschlägt, haben wir die Hoffnung, dass es deutlich mehr wird“, sagt seine Frau Sandra.

Schicksal des Familienvaters berührt die Menschen

Doch neben der Sorge um ihren Mann muss zu Hause das Leben weitergehen. Ihre beiden Töchter Friederike und Victoria sind nach den Sommerferien wieder in den Schulalltag gestartet. Wobei neben den emotionalen Herausforderungen für die Familie jetzt die finanzielle Unsicherheit hinzukommt: Verdienstausfall durch den Krebs und damit nur noch Krankengeld.

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Dazu kommen Kosten wie Zuzahlung für das Krankenhaus, Kosten für eine Haushaltshilfe und vor allem die zu erwartenden Beträge für Hilfsmittel, um Guido in Zukunft ein Leben in den eigenen vier Wänden in Werther zu ermöglichen.


Der Wertheraner Familienvater Guido schwer gezeichnet von der Krankheit. Eine Spendenaktion soll das Leid etwas mindern. - © Haller Kreisblatt

Der Wertheraner Familienvater Guido schwer gezeichnet von der Krankheit. Eine Spendenaktion soll das Leid etwas mindern.
| © Haller Kreisblatt

„Dieses Schicksal hat mich so berührt“, sagt Johnny Dähne, „da musste ich einfach helfen.“ Er habe deshalb in enger Absprache mit der Familie diese Aktion ins Leben gerufen. „Wer dabei mithelfen kann und möchte, der Familie zumindest diese finanziellen Sorgen zu lindern, kann sich gerne an diesem Aufruf beteiligen. Jeder Betrag und jedes Teilen zählt“, wirbt der Wertheraner um Beteiligung.

Donnerstagmittag (3. September) waren bereits 1.775 Euro zusammengekommen. Aber die Summe darf natürlich gerne größer werden. Das hier ist der Link: https://shorturl.at/CtUMu