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Bitterer Abend für Dynamo Dresden: Gegen den VfL Bochum verlieren die Sachsen zuhause mit 1:2, patzen sich mit der dritten Pleite im vierten Saisonspiel zum Zweitliga-Fehlstart.
Die Gastgeber mit zwei Änderungen zur 3:5-Pleite in der Vorwoche in Heidenheim: Muhamedbegovic ersetzt den gesperrten Keller (Gelb/Rot) in der Innenverteidigung, Lemmer beginnt für Inanoglu auf der rechten Außenbahn.
Brachte erstmal nichts, denn schon nach vier Minuten der Schock: Rapp nach Zuspiel von Keeper Schreiber am eigenen Strafraum mit einem dicken Klops, Bochums Miyoshi sagt Danke – 0:1!
Dresden danach gegen früh attackierende Gäste mit großen Problemen im Spielaufbau. Die Pässe im Mittelfeld oft schlampig, lange Bälle finden kaum einen Abnehmer. So kommt Bochum immer wieder viel zu leicht in die Gefahrenzone, schlägt eiskalt zu. Wieder entwischt Miyoshi nach einem Steilpass, schiebt freistehend zum 0:2 ein (25.). Auch, weil Müller das Abseits aufhebt.
Die Dynamos sichtlich geschockt, es läuft kaum was zusammen. Einzig Kapitän Hauptmann zerrt immer wieder an den Ketten. Kurz vor der Pause ist die Hoffnung aber plötzlich zurück: Rapp und Hauptmann machen den Ball schnell, Bobzien vollendet aus halblinker Position (42.).
Das 1:2 zum psychologisch günstigen Zeitpunkt. Zumal die nicht zimperlich zu Werke gehenden Bochumer nach dem Seitenwechsel aufpassen müssen, nachdem sie in den ersten 45 Minuten inklusive Trainer Uwe Rösler gleich sieben gelbe Karten von Schiri Harm Osmers kassieren.

Ben Bobzien (l.) brachte mit seinem Tor kurz vor der Pause die Hoffnung für Dynamo zurück
Foto: Olaf Rentsch
Trainer Thomas Stamm bringt mit Neuzugang Okpala (für Lemmer) frische Offensivpower. Und die Paderborner Leihgabe macht gleich ordentlich Dampf. Dynamo versucht jetzt, an den Ketten zu zerren, trotzdem bleibt vieles nach wie vor Stückwerk.
Klar, dass sich dem VfL gegen anrennende Dresdner selber Räume bieten. Glück für die SGD, dass der Pfosten (58.) und Schreiber mit Mega-Reflex (64.) das 1:3 verhindern. Bitter allerdings, dass auf der Gegenseite nach einem Hammer des eingewechselten Raschl auch das Gebälk den Ausgleich verhindert (68.).
Aufholjagd wird nicht belohnt
In der Schlussviertelstunde rennt Dynamo mit dem Mute der Verzweiflung an, die 30.500 Fans im Hexenkessel Harbig-Stadion haben mehrfach den Torschrei auf den Lippen. Doch der Ball will einfach nicht mehr zum inzwischen verdienten Ausgleich über die Linie. So kassiert das Stamm-Team nach zuletzt vier Zweitliga-Heimsiegen in Folge eine Pleite, die richtig wehtut. Und die Sachsen erstmal dahin bugsiert, wo sie nicht hinwollten – in den Tabellenkeller.