
AUDIO: Interview mit RB-Coach Martin Demichelis nach dem 1:3 in Bremen (2 Min)
Fußball | Bundesliga
Stand: 05.09.2026 21:23 Uhr
Mächtiger Dämpfer für Nkunku & Co.: RB Leipzig ist am zweiten Bundesliga-Spieltag von Werder Bremen niedergekämpft worden. 67 Prozent Ballbesitz, aber deutlich weniger gewonnene Zweikämpfe (66:83) sagen viel über das Spiel.
Ende
05.09.2026
15:30 Uhr
Aufstellung
K. Hein – O. Deman, M. Friedl, A. Pieper, Arthur (67. M. Schmetgens) – Y. Regeer (83. D. Stalmach), L. Reis – M. Grüll, Chuki (83. S. Musah), E. Dinkçi (67. P. Erevbenagie) – N. Füllkrug (74. C. Itten)
M. Vandevoordt – D. Raum, M. Estève, W. Orbán, R. Baku – N. Seiwald – E. Banzuzi, N. El Aynaoui (75. Marc Guiu) – A. Nusa (84. S. Konaté), C. Nkunku (84. A. Maksimović), J. Bakayoko (63. T. Gomis)
Tore
- 1:0
E. Dinkçi (4.)
- 2:0
N. Füllkrug (68.)
- 3:0
M. Grüll (80.)
- 3:1
R. Baku (90. +5)
Fußball, Bundesliga (M)
Niederlage mit fast schon historischer Dimension: Nach über sieben Jahren hat sich RB Leipzig mal wieder Werder Bremen geschlagen geben müssen. Die Bremer Tore beim 1:3 (0:1) erzielten Eren Dinkci (4.), Niklas Füllkrug (68.) und Marco Grüll (80.). Ridle Bakus Kopfball-Treffer in der Nachspielzeit war nicht mehr als die berühmte Ergebniskosmetik.

Füllkrug jubelt nach seinem Kopfballtreffer aus 12 m.
Werder überrascht den Favoriten
Die Bremer starteten furios. Sie sprinteten, pressten und passten von der ersten Minute an wie auf Speed und überrollten so förmlich die Leipziger. Die verloren in der vierten Minute am eigenen Drittel den Ball, was Dinkci umgehend mit dem 1:0 bestrafte. RB fing sich nach und nach, hatte bald 70 % Ballbesitz, aber Torschüsse blieben lange aus. In der 24. Minute dann lag der Ausgleich in der Luft, als der Schiri auf Foulelfmeter entschied, sich dann jedoch revidierte. Keeper Karl Hein hatte offenbar nicht nur Christopher Nkunku am Fuß, sondern auch den Ball getroffen. Danach gab es dann endlich die ersten Leipziger Großchancen, aber Nkunku scheiterte an Keeper Hein (28.), und Baku sprang der Ball nach einem Querpass von David Raum an den Füßen vorbei (36.).

Eren Dinkci trifft zum 1:0.
RB ohne Ideen und Glück
Auch die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag: Nach einem Leipziger Ballverlust im Mittelfeld zog Youri Regeer aus locker 35 m ab, aber der in sein Tor zurückeilende Keeper Maarten Vandevoordt konnte den hoch geschossenen Ball noch artistisch an die Latte lenken (48.). Ansonsten verteidigten die Bremer nun nicht mehr so hoch, in Sachen Kampf und Leidenschaft blieben sie aber überlegen. Und das gegen Leipziger, die unentwegt nach einer Lücke in der Abwehr der Gastgeber suchten, diese aber aber nur selten fanden. Die beste Chance auf einen Leipziger Treffer gab es in der 72. Minute, als Nkunkus Kopfball auf der Linie geklärt wurde und Antonio Nusas anschließender Schlenzer am Lattenkreuz landete. Da stand es aber auch schon 0:2, da Füllkrug nach einem Eckball aus dem Stand (!) eingeköpft hatte (68.). Grülls 3:0 aus 15 m (80.) war dann der Deckel auf der Partie, in der es RB Leipzig einfach an Tempo und Genauigkeit fehlte. Und ein bisschen auch an Glück.

Der Schiri schaut sich die Elfer-Szene in der ersten Halbzeit noch mal an und nimmt den Strafstoß zurück.
Interviews zum Spiel
Video:
„Wir waren Richtung Tor nicht zwingend genug“ (1 Min)
Video:
„Nicht konsequent in die Tiefe gespielt“ (2 Min)
Video:
„Wir haben die Grenzen verschoben“ (4 Min)

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