Der VfL Wolfsburg hat in der zweiten Fußball-Bundesliga den ersten Erfolg im eigenen Stadion seit mehr als sieben Monaten verspielt – auf spektakuläre Weise. Die Mannschaft von Tobias Strobl gab dabei eine zwischenzeitliche 3:0-Führung gegen Aufsteiger Energie Cottbus aus der Hand und musste sich nach einem späten Gegentreffer noch mit einem 4:4 (3:1) abfinden.

Robert Glatzel verwandelte direkt zu Beginn einen Foulelfmeter (4.), nachdem er selbst bei einem Klärungsversuch von FCE-Keeper Marcel Lotka im Strafraum abgeräumt worden war. Noch vor der Halbzeit schlug er aus kurzer Distanz nach einem Fehler im Spielaufbau der Gäste erneut zu (34.). Vinicius Souza (25.) und Mattias Svanberg trafen (79.) außerdem für Wolfsburg. Doch Luca Erlein (45.+4), King Manu (49.), Tolcay Cigerci (67., Foulelfmeter) und Dmytro Bogdanov (90.+1) belohnten die Cottbuser Offensivbemühungen.

Wolfsburg dominierte die Partie weitestgehend. Cottbus agierte zwar mutig, lud die Wölfe aber immer wieder zu Chancen ein. Diese nutzte unter anderem Glatzel eiskalt. Die Gäste ließen aber nicht nach, in der Schlussphase schenkten sich beide Teams wenig. VfL-Abwehrspieler Mathys Angely sah wegen groben Foulspiels (88.) noch die Gelb-Rote Karte.

Bester Nürnberger Saisonstart seit 26 Jahren

Unterdessen hat der 1. FC Nürnberg erstmals Punkte abgeben müssen. Nach zuvor drei Siegen erreichte die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose in einer umkämpften und abwechslungsreichen Partie bei Holstein Kiel ein 2:2 (1:1). Für den Club bedeuten zehn Punkte nach vier Spieltagen dennoch den besten Saisonstart seit 26 Jahren.

Nürnberg, das insgesamt die besseren Chancen besaß, war zunächst durch ein Traumtor von Adam Markhiev in Führung gegangen (41.), danach drehten Phil Harres (45.+1) und Adam Krapalik (50.) das Spiel. Die erste Saisonniederlage der Franken verhinderte Piet Scobel (56.). Das Spiel war im Anschluss offen, beide Mannschaften wollten sich mit dem Unentschieden nicht abfinden. Die besseren Chancen zum Siegtreffer besaß – und vergab – der Club.

Lautern lässt gegen das Tabellenschlusslicht keine Zweifel aufkommen

Auch der 1. FC Kaiserslautern bleibt ungeschlagen. Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht besiegte am Samstag den Tabellenletzten SV Darmstadt 98 mit 3:0 (1:0). Kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang Kaiserslautern dann der Führungstreffer. Mario Sauer verwertete ein Zuspiel von Semih Sahin nach 43 Minuten zum 1:0. Nach Wiederbeginn hatte der FCK dann weiter mehr vom Spiel, die Darmstädter kamen auch in der zweiten Halbzeit kaum mal gefährlich vor das Tor von Julian Krahl. Und so war es nicht überraschend, dass Thierry Tazemeta bereits nach 64 Minuten das 2:0 erzielte. Mergim Berisha stellte in der Nachspielzeit sogar noch auf 3:0.