Mitten in der Nacht ist in Berlin-Tempelhof ein Autofahrer durch einen Schuss schwer verletzt worden. Ein Projektil durchschlug offenbar die Frontscheibe seines Mercedes und traf den Mann. Der Wagen kam daraufhin von der Fahrbahn ab, fuhr zwischen mehreren Bäumen hindurch und prallte gegen eine mobile Toilettenkabine. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.
Der Vorfall ereignete sich gegen 3 Uhr in der Gottlieb-Dunkel-Straße. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der Fahrer während der Fahrt getroffen. Der Mercedes kam erst nach dem Zusammenstoß mit der Toilettenkabine zum Stehen.
Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Schütze flüchtete. Einsatzkräfte sperrten den Tatort weiträumig ab und suchten in der Umgebung nach Spuren. Auch das Fahrzeug wurde kriminaltechnisch untersucht.
Zu den Hintergründen der Tat ist bislang nichts bekannt. Ob gezielt auf den Mann geschossen wurde, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Angaben zu einem möglichen Tatverdächtigen oder einem Motiv machte die Polizei zunächst nicht. Die Mordkommission übernahm die weiteren Ermittlungen.
Zweiter Vorfall in Berlin
Nur einen Tag zuvor war in Berlin-Niederschönhausen mit einer Schreckschusswaffe geschossen worden. Zeugen beobachteten ein Auto, das am frühen Morgen gegen 1 Uhr an einer Straßenecke hielt, wie die Polizei mitteilte. Ein Beifahrer soll ausgestiegen sein und mehrfach auf den unbekannten Mann an der Straße geschossen haben.
Den Angaben zufolge soll eine Schreckschusswaffe verwendet worden sein. Anschließend sollen zwei Tatverdächtige mit weiteren Personen geflüchtet sein. Der mutmaßlich Verletzte habe zunächst mehrere Minuten regungslos auf dem Bürgersteig gelegen, hieß es weiter. Nachdem er wieder zu sich gekommen war, entfernte er sich noch vor dem Eintreffen der alarmierten Polizei.
Die Beamten ermitteln derzeit seine Identität und die Art der Verletzungen. Der Straßenbahnverkehr musste rund eine Stunde lang in dem Bereich gestoppt werden. Ob die beiden Vorfälle in Verbindung stehen, ist nicht bekannt.