Im Stil einer Spitzenmannschaft hat sich der MSV Duisburg in Unterzahl und nach Rückstand gegen den SSV Jahn Regensburg zurück in die Partie gekämpft und am Ende mit 2:1 sogar den Sieg errungen. Besonders Peter Remmert konnte nach seiner Einwechslung überzeugen und den Ausgleich erzielen. Im Nachgang gab es für den jungen Stürmer ein Sonderlob von Duisburgs Cheftrainer Dietmar Hirsch.
„Ich bin sehr stolz. So viel Moral und Wille, wie die Mannschaft zusammenhält, ist unfassbar. Wir haben es letztes Jahr schon hinbekommen, Spiele in Unterzahl zu gewinnen. Dass wir es sogar geschafft haben, das Spiel zu drehen, ist noch bemerkenswerter. Da ziehe ich den Hut vor meinen Jungs. Vollster Respekt, ich bin sehr stolz“, sagte MSV-Coach Dietmar Hirsch nach Abpfiff in Regensburg am Mikrofon von Magentasport.
Auf dem Feld hatte sich zuvor einmal mehr das gezeigt, was die Zebras in der laufenden Saison so unberechenbar und stark macht. Zur Pause kamen mit Simon Symalla und Peter Remmert zwei frische Offensivkräfte, die wenig später im direkten Zusammenspiel den Duisburger Rückstand egalisieren konnten. Für Schalke-Leihgabe Remmert war es der perfekte Einstand in seinem ersten Drittliga-Spiel für den MSV. Zum Einsatz kam er wohl nur, weil Mitte des ersten Durchgangs Lex-Tyger Lobinger die Rote Karte gesehen hatte. Hirsch erklärte später: „Wir wollten bis zur Halbzeit so weiterspielen. Uns war aber klar, dass wir nach der Roten Karte vorne einen Stoßstürmer brauchen. Deswegen war Peter im Kader. Symalla ist ein Spieler, der gut verteidigen und mit seinem Tempo gut nach vorne umschalten kann. Das waren die Ideen – und die sind aufgegangen.“
Remmert will Chance nutzen
Durch die nun bevorstehende Sperre von Lobinger und dem verletzungsbedingten Ausfall von Florian Krüger, von dem Hirsch aber hofft, dass er beim anstehenden Derby bei Fortuna Düsseldorf wieder eine Option sein kann, ergeben sich weitere Chancen für Remmert. „Peter hat durch seine Leistung positiv auf sich aufmerksam gemacht“, lobte Hirsch den jungen Angreifer, der nach seinem ersten Spiel für die Zebras in einer Woche sein Startelf-Debüt feiern könnte.
Bedient war nach der Niederlage Jahns Trainier Sascha Hildmann. „Es tut verdammt weh, weil wir uns das selbst zuzuschreiben haben. Wir sind gut reingekommen, haben den Gegner kontrolliert, machen das 1:0 und haben eigentlich alles im Griff. Der Konter zum 1:1 darf so nie passieren. So laden wir den Gegner ein und jeder weiß, dass Duisburg brutal stark ist. Hinten raus waren wir zu hektisch und müssen uns selbst fragen, warum“, analysierte er beim BR. Für den Jahn ist es ein schlechter Start in die Saison. Nach vier Spieltagen konnte die Mannschaft lediglich drei Pünktchen auf der Haben-Seite sichern und steht damit auf dem ersten Abstiegsplatz.