Indra gehört zum Zoo Hannover wie die Themenwelt Yukon Bay und die unzähligen Tierpfleger. Die asiatische Elefantenoma gehört schon beinahe zum Inventar und hat bereits viele Entwicklungen im Zoo miterlebt.
Indra wurde am 23. Januar 1973 im Erlebnis-Zoo Hannover geboren und lebt dort als berühmte Leitkuh. Doch mit 53 Jahren ist sie mittlerweile eine richtige Elefantenoma und scheint sich als Chefin bald in den Ruhestand zu begeben. Für diesen Fall gibt es bereits einige Kandidatinnen, die Indras Nachfolge antreten könnten.
📌 Fakten zum Zoo Hannover
- Lange Tradition: Der Zoo öffnete im Jahr 1865 als fünfter Zoo in Deutschland seine Tore. Im ersten Jahr zählte er bereits rund 92.000 Besucher – und hatte damit mehr Gäste als die Stadt Hannover damals Einwohner besaß.
- Konzept der Themenwelten: In den 1990er-Jahren wurde der klassische Zoo grundlegend umgestaltet. Seitdem erleben Besucher die Tiere in aufwendig gestalteten Themenwelten wie dem Dschungelpalast, Yukon Bay oder Sambesi.
- Bootstour auf dem Sambesi: Ein echtes Highlight ist die Fahrt im Boot durch die Themenwelt Sambesi. Besucher können hier die afrikanische Landschaft und Tiere wie Flusspferde oder Flamingos vom Wasser aus beobachten.
- Tierbestand: Auf einer Fläche von rund 22 Hektar leben heute fast 1.800 Tiere aus rund 160 verschiedenen Arten.
- Einsatz für den Artenschutz: Der Zoo beteiligt sich weltweit an zahlreichen Artenschutz- und Forschungsprojekten, um bedrohte Tierarten und deren natürlichen Lebensraum zu schützen.
Große Sorge um Indra im Zoo Hannover
Indra kam am 23. Januar 1973 als Tochter der Elefantenkuh Burma und des Bullen Mothi im Zoo Hannover zur Welt. Sie war damals das erste Elefantenkalb, das seit Langem im Zoo geboren wurde und dort blieb. Für die folgenden 20 Jahre blieb sie sogar der einzige Nachwuchs dieser Art im Erlebnis-Zoo Hannover.
Im Alter von neun Jahren erkrankte Indra lebensgefährlich an einer schweren Kolik. Tierpfleger und Besucher bangten damals um die junge Elefantenkuh. Die Rettung brachten dann intensive Infusionen, die ihr damals über das Ohr verabreicht wurden. Bis heute ist Indra an einer charakteristischen Kerbe im rechten Ohr zu erkennen, die als Andenken an diese medizinische Behandlung blieb.
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Zoo Hannover: Umzug und Rolle als Leitkuh
Im Jahr 1997 erlebte Indra den großen Umzug in den neuen Dschungelpalast des Zoos, wo eine neue Elefantenherde aufgebaut wurde. Sie war eng mit der früheren Leitkuh Jenny befreundet. Als Jenny nach Belfast zog, trat Indra in ihre Fußstapfen. Seit 2009 führt sie nun die Herde offiziell als erfahrene Leitkuh an.
Indra hat im Laufe ihres Lebens bei der Aufzucht von insgesamt 18 Jungtieren geholfen. Sie gibt den jüngeren Tieren in der Herde Sicherheit und ist für ihre zugewandte Art bei den Besuchern bekannt.
Elefantendame Indra hat noch immer das Ruder in der Hand. Foto: News38/Mareike WildIndra schreibt Zoo-Geschichte
Mit über 50 Jahren hat Indra längst Zoogeschichte geschrieben. Zu ihrem runden Geburtstag im Jahr 2023 und auch zu den darauffolgenden Ehrenmertagen erhielt sie von den Tierpflegern besondere Leckereien wie rosa gefärbte Rote-Bete-Torten, Salat, Petersilie und eine Extraportion ihrer geliebten Bananen.
Regelmäßiges Medical-Training, bei dem die Pfleger medizinische Abläufe üben, sorgt dafür, dass die erfahrene Elefantenkuh auch im hohen Alter bestens versorgt wird. Doch nun ist es auch an der Zeit darüber nachzudenken, wer die Leitung der Herde nach Indra übernehmen könnte. Das Tierpfleger-Team kümmert sich schon seit Längerem darum, Indra immer wieder Ruhephasen zu schaffen, indem sie sie von der Herde trennen und in die Innenräume des Geheges bringen.
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Simone Hagenmeyer, Sprecherin des Zoos erklärte beim Besuch von News38: „Pauschal kann man das natürlich nicht sagen. Doch es gibt die ein oder andere Kandidatin, die sich gut als Leitkuh eignen würden“.
Sechs Weibchen wohnen in enger Gemeinschaft im Zoo Hannover. Doch besonders die Borneo-Elefantenkuh Manari und auch ihre 2003 geborene Tochter Califa stechen besonders heraus und wären bereit, die Herde nach dem Abtreten von Indra zu übernehmen. Doch bis dahin vergeht hoffentlich noch viel Zeit.