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Stuttgart – Als Kind war Grischa Prömel (31) mit Papa Roland oft beim VfB im Stadion. In Bad Cannstatt geboren, stand der Neuzugang gegen Köln (4:1) erstmals selbst in der Stuttgarter MHPArena auf dem Platz.
Eine Geschichte fast wie im Märchen. In Esslingen aufgewachsen, spielte Prömel in seiner langen Karriere bislang nie für den VfB und feierte direkt das perfekte Heimdebüt. Bei Trainer Sebastian Hoeneß (44) in der Startelf gesetzt, erzielte der torgefährliche Mittelfeld-Star gegen den FC das wichtige 2:0 – und das ausgerechnet in der Drangphase der Gäste! Der Jubel vor der Cannstatter Kurve fiel entsprechend emotional aus. Prömel hat es in der Vorbereitung und den ersten Spielen geschafft, das Kommando auf dem Platz zu übernehmen. Er ist der Mann mit den meisten Ansagen auf dem Feld. Und die Kollegen folgen ihm.
Prömel: „Wenn man hier geboren und aufgewachsen ist, gibt’s nicht viel, wovon du als Fußballer träumst. Ein kleiner Traum war es immer, für den VfB zu spielen. Dass ich jetzt ein Teil des Klubs bin, macht nicht nur mich extrem stolz, sondern auch viele in meinem Umfeld. Trotzdem ist alles noch etwas surreal für mich, weil es so schnell geht. Das erste Heimspiel für den VfB, ein 4:1-Sieg gegen Köln, viele Freunde und Familie im Stadion. Das muss ich erstmal sacken lassen.“ Viel Zeit zum Verarbeiten bleibt nicht. Schließlich steht am Mittwoch mit dem Auftakt in der Königsklasse gegen Viking Stavanger (18.45 Uhr/DAZN) das nächste Highlight an.
Erstes VfB-Spiel mit Papa
Prömel: „Die Champions League ist das Größte, was man im Vereinsfußball erreichen kann. Da geht direkt der nächste Kindheitstraum in Erfüllung.“ Kurios: Das erste Mal, als Papa Roland den kleinen Grischa mit zum VfB ins Stadion nahm, war 2007 beim Champions-League-Spiel gegen Glasgow Rangers, das Stuttgart mit 3:2 gewann – und der Zwölfjährige mittendrin! Prömel: „Ich durfte vor dem Spiel mit meinen Brüdern runter auf den Platz. Das war natürlich ein Traum. Wir sind durch den Spielertunnel gelaufen, da sind die Augen groß geworden.“ Fast 20 Jahre später steht Prömel dort selbst auf dem Platz.