Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Außenminister Lawrow: Deutschland will „erneut den Krieg“
Aktualisiert am 06.09.2026 – 14:54 UhrLesedauer: 29 Min.
Sergej Lawrow (Archivbild): Der russische Außenminister hat sich mit scharfen Worten an die Öffentlichkeit gewandt. (Quelle: IMAGO/Sergei Bulkin/imago)
Sergej Lawrow setzt auf eskalative Rhetorik. Steve Witkoff und Jared Kushner treffen nach Putin auch Selenskyj. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Insider: Auch die Sicherheitsberater der E3-Staaten in Kiew
Nach Angaben aus Kiew befinden sich auch die nationalen Sicherheitsberater Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands (E3-Format) in der ukrainischen Hauptstadt. Anlass seien die Gespräche zwischen der ukrainischen Führung und den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, hieß es. An welchen Gesprächen etwa der außen- und sicherheitspolitische Berater des Kanzlers, Günter Sautter, teilnimmt, wurde nicht genannt.
Lawrow: Anschuldigung wegen Leipzig sei „Beginn eines echten Krieges“
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat den Ton in der Auseinandersetzung mit dem Westen weiter verschärft. Die gegen Moskau erhobenen Anschuldigungen, Russland sei für den Drohnenangriff auf dem Flughafen Leipzig verantwortlich, seien „im Großen und Ganzen der Beginn eines echten Krieges“, sagte Lawrow am Sonntag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass.
„All diese Aussagen von (Bundeskanzler Friedrich) Merz, Deutschland wieder zur führenden Militärmacht in Europa zu machen – sie werden nun in die Tat umgesetzt. Er erklärt uns faktisch den Krieg“, so Lawrow weiter.
US-Gesandte Witkoff und Kushner per Zug in Kiew eingetroffen
Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind am Sonntag zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs in Kiew eingetroffen. Die beiden Gesandten von US-Präsident Donald Trump kamen per Zug aus Polen in der ukrainischen Hauptstadt an. Witkoff und Kushner waren zuvor in Moskau, wo sie mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen hatten.
In Kiew war ein Treffen mit Selenskyj geplant. „Wir sind bereit für das Gespräch. Die Ukraine war und wird immer konstruktiv sein“, schrieb der Präsident in den sozialen Netzwerken. „Wir sind daran interessiert, ein Ende des Krieges näherzubringen.“ Die Ukraine brauche Sicherheitsgarantien und eine würdige Nachkriegsordnung. Insgesamt aber sind die Erwartungen in Kiew wie in Moskau an die neuen Vermittlungsbemühungen der USA gering.
Russland schließt Treffen Putins mit Trump und Xi nicht aus
Der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow hält ein Dreiertreffen zwischen den Präsidenten Russlands, der USA und Chinas für möglich. Eine solche Begegnung zwischen Wladimir Putin, Donald Trump und Xi Jinping sei nicht ausgeschlossen, sagte er am Sonntag der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Bevor jedoch die eigentlichen Vorbereitungen beginnen könnten, müsse klar sein, welche Tagesordnung es geben solle, unterstrich Rjabkow. „Die Hauptfrage ist hier, wie der Inhalt des Treffens formuliert wird und was wir als Ergebnis erwarten können.“

