eine Frau liest auf einen Tisch gestützt ein Buch eine zweite hält die Hände über sie und ein Mann mit dem Rücken zur Kamera schaut zu.

AUDIO: Mediathektipps: „Promising Young Women“, „September“ und „Prisoner 951“ (4 Min)

Stand: 06.09.2026 10:43 Uhr

Eine Dokumentation zu den Terroranschlägen von 9/11, eine Drama-Serie über eine inhaftierte britisch-iranische Staatsbürgerin und ein sehenswerter Spielfilm – das sind die Mediathektipps dieser Ausgabe.

von Anja Rosenow-Sottorf

„Promising Young Women“: Mischung aus Thriller und Satire im ZDF Streaming Portal

Sie will so aussehen, als hätte sie nächtelang durchgezecht: Die verführerischen roten Lippen sind leicht verschmiert. Die schwarze Wimperntusche unter den Augen: etwas verlaufen. Ihr Blick: verhangen, als wäre sie sturzbetrunken. Aber Cassandra ist nüchtern. Und so geht sie los: Beute machen, Männer abgreifen. Ihr Revier: Clubs, Bars, Pubs. Hat Cassandra einen Fang gemacht, drängt sie die Männer, die sie abgeschleppt haben, in die Enge und hält ihnen einen Spiegel vor.

Cassandras Rachefeldzug ist für ihre Freundin, die sich umgebracht hat, nachdem ein Kommilitone sie vergewaltigt hat. Nun nimmt sie die Dinge in die Hand – bis zum bittersüßen Ende. Der US-Spielfilm „Promising Young Women“ erhielt 2021 einen Oscar für das beste Drehbuch. Das Regiedebüt von Emerald Fennell blickt als Mischung aus Thriller und Satire auf das Thema Rape Culture. Zu sehen im ZDF Streaming Portal bis zum 27. September.

„Ich weiß noch, wie ich morgens am 11. September reingefahren bin und das war dieser unglaubliche blaue, riesige Himmel“, heißt es in der Doku „September“. Der Himmel füllte sich dann mit Staub, herumfliegenden Gebäudeteilen und Entsetzensschreien. Zwei gekaperte Passagiermaschinen fliegen am Morgen des 11. Septembers 2001 in die Tower des World Trade Centers in New York.

Die ARD-Dokumentation „September“ erzählt die Geschichte dieser Anschläge und lässt Augenzeugen und Betroffene zu Wort kommen mit ihren Erinnerungen und Gedanken an damals und heute. „September“ ist bis zum 31.8.2027 in der ARD Mediathek zu sehen.

Die britisch-iranische Staatsbürgerin Nazanin ist mit ihrem Baby auf Heimaturlaub im Iran. Als sie zurück zu ihrem Mann fliegen will, wird sie am Flughafen verhaftet. Ihre Familie informiert Nazanins Mann Richard in England. Aus Anfangs gedacht nur einer Nacht werden sechs Jahre Gefängnis. Nazanin wird Spionage vorgeworfen. Richard unternimmt alles, um sie freizubekommen.

Die Miniserie „Prisoner 951“ basiert auf wahren Ereignissen und zeigt den quälenden Kampf der Angehörigen und entblößt diplomatische Versäumnisse. Die vier Teile mit Joseph Fiennes als Ehemann Richard sind in der Arte Mediathek bis Mitte Dezember zu sehen.

Ein Mädchen und zwei Jungen stehen nebeneinander in einem Raum mit großen Fenstern. Alle drei tragen karierte Hemden und schauen konzentriert nach vorne.

Diesmal mit einer Serie, die sexuelle Gewalt unter Teenagern thematisiert, einer True Crime Serie über einen Darknet-Boss und einer Doku über Stalins Tochter.

Joanne (Annabel Scholey, li.) und Helen (Louise Brealey) küssen sich

Die Doku „Alpha – Wann ist ein Mann ein Mann?“ im ZDF fragt nach Vorbildern und Orientierung für junge Männer. Einer von drei Mediathektipps.

Vier Frauen tanzen in bunten Klamotten.

Die australische Serie „Wakefield“ spielt in einer psychiatrischen Klinik. Sie ist nur ein Tipp für unsere Mediathektipps in dieser Woche.

Vince, Alma und Tomek kuscheln in Julianes Bett; Tomek berührt Almas Bauch

Eine Schmunzelkrimi-Reihe aus England und eine deutsche Gesellschaftskomödie sind unsere Tipps der Woche.