Göppingens Elias Newel beim Wurf

Stand: 06.09.2026 • 17:45 Uhr

Drittes Spiel, dritter Sieg: Der THW Kiel hat in der Handball-Bundesliga weiter eine weiße Weste. Am Sonntag gewann der Rekordmeister bei Frisch Auf Göppingen mit 32:31 (13:15).

Der Weg zum dritten Saisonsieg war allerdings steinig für die Schleswig-Holsteiner. Göppingen lieferte dem Favoriten aus dem Norden einen harten Kampf, führte über weite Strecken des Spiels. Erst in der Schlussphase der zweiten Hälfte drehte der THW die Partie. Emil Wernsdorf Madsen war mit sieben Toren der erfolgreichste Werfer der Gäste.

Am kommenden Samstag (19 Uhr, im NDR Livecenter) empfangen die Kieler nun die TSV Hannover-Burgdorf zum Nordduell in der Handball-Bundesliga

Pekeler: „In Göppingen werden sich viele Teams schwertun“

„Göppingen hat das sehr gut gespielt und bei uns haben ähnlich wie gegen Bietigheim ein oder zwei Prozent gefehlt. Wir haben im Angriff zu viele Chancen liegengelassen“, sagte Kiels Hendrik Pekeler. „Es gibt einem aber auch eine innere Ruhe, dass man weiß, dass man solche Rückstände drehen kann. Aber in Göppingen werden sich viele Teams schwertun.“

Göppingen stark, Kiel muss kämpfen

Göppingen präsentierte sich von Beginn an als harter Brocken für die Kieler. Die Gastgeber spielten engagiert und zielstrebig, lieferten dem Rekordmeister so ein Duell auf Augenhöhe. Bitter für den THW: Nach 20 Minuten muste Lukas Zerbe mit Rot von der Platte. Kurz darauf zog Börge Lund die Notbremse und nahm beim Stand von 10:12 ein Auszeit (23.). Der Kieler Trainer forderte ein breiteres Offensivspiel seiner Mannschaft, doch gegen die griffigen Göppinger taten sich die „Zebras“ schwer und gingen verdient mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause.

Tore Göppingen: Neudeck (5), ten Velde (5/3 Siebenmeter), Beneke (3), Jurmala (3), Lastro (3), Newel (3), Persson (3), Klöve (2), Pregles (2), Schiller (1), Sunnefeldt (1)
THW Kiel: Madsen (7/3), Johansson (5), Makuc (5/1), Ellefsen á Skipagötu (3), Köster (3), Zerbe (3/2), Szilagyi (2), Dahmke (1), Nacinovic (1), Perez de Vargas (1), Reinkind (1)
Zuschauer: 5.100

THW dreht spät auf

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Göppingen auf dem Gaspedal. Kiel glich nach 36 Minuten zwar zum 16:16 aus, doch die große Wende kam nicht. Die Hausherren spielten am Limit und gingen wieder in Führung. Victor Klöve kassierte in der 44. Minute mit seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe ebenfalls Rot, das schwächte die Göppinger.

Kiel bewies nun den längeren Atem. Gonzalo Perez de Vargas im Tor der Schleswig-Holsteiner wurde immer besser, während Frisch Auf abbaute. Nach 53 Minuten führte der THW komfortabel mit 28:24, danach hatte es lange Zeit nicht ausgesehen. Doch den Kielern konnte es am Ende egal sein.

Norddeutscher Rundfunk