Demonstrierende versammeln sich in Hamburg hinter einem Transparent auf dem steht "Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen".

AUDIO: NDR 90,3 Aktuell (4 Min)

Stand: 06.09.2026 19:33 Uhr

Nach dem Erfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sind am Sonntagabend in der Hamburger Innenstadt Hunderte Menschen auf die Straße gegangen, um gegen einen Rechtsruck zu demonstrieren. Dazu aufgerufen hatte das Bündnis gegen Rechts.

Die Demonstrierenden versammelten sich gegen 18.30 Uhr an der Reesendammbrücke. Von dort wollen sie durch die Innenstadt ziehen. In der Schmiedestraße ist eine Zwischenkundgebung geplant, am Reesendamm soll die Demo enden.

Magdeburg: Ulrich Siegmund (M, AfD), Spitzenkandidat und Co-Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, jubelt mit Alice Weidel (l, AfD), Bundesvorsitzende und Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, und Tino Chrupalla (AfD),

Die AfD jubelt: Laut ARD-Hochrechnung um 18.56 Uhr kommt die Partei auf 44,4 Prozent, die CDU liegt bei 18,4 Prozent. Alle Ergebnisse finden Sie bei tagesschau.de.

Sprecher Malte Peters vom Bündnis gegen Rechts hatte bereits im Vorfeld erklärt: „Wenn die Gefahr von rechts wächst, darf die Antwort darauf nicht Schweigen oder Resignation sein. Der antifaschistische Widerstand muss stärker und sichtbarer werden.“

Demo als Zeichen der Solidarität

Die Demonstration in Hamburg solle zugleich ein Zeichen der Solidarität mit all jenen Menschen setzen, die in Sachsen-Anhalt unmittelbar von einem weiteren Rechtsruck betroffen wären. Dazu zählten Geflüchtete, zivilgesellschaftliche Projekte sowie Antifaschistinnen und Antifaschisten, die sich vor Ort gegen rechte Strukturen engagieren.

Das Hamburger Bündnis gegen Rechts ist nach eigenen Angaben ein breites Bündnis aus Hamburger Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen, die sich gemeinsam gegen Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und die extreme Rechte engagieren.