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Uns auf Google folgen Schüler fahren mit dem Bus zur Schule.Mehr Schüler als freie Plätze: Nicht alle Dortmunder dürfen 2026/27 ihre Wunschschule besuchen. © Uwe Schaffmeister/Imago

Am 2. September startet das Schuljahr 2026/27 in Dortmund. Eine Gesamtschule wurde erneut mit Anmeldungen überrannt.

Dortmund – 331 Anmeldungen, aber nur 161 Plätze: An der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Dortmund-Brackel ist der Andrang zum neuen Schuljahr besonders groß. Für 170 Kinder reichte der Platz nicht aus. Damit erhält dort nicht einmal jedes zweite angemeldete Kind einen Platz.

Eltern stürmen Dortmunds beliebteste Schule – nur jedes zweite Kind wird aufgenommen

Tatsächlich aufgenommen wurden nach Angaben der Stadt Dortmund 161 Schülerinnen und Schüler. Die Rechnung zeigt, wie angespannt die Lage ist. Die Aufnahmequote liegt bei rund 48,6 Prozent. Anders gesagt: Von 100 angemeldeten Kindern erhielten knapp 49 einen Platz, mehr als 51 gingen an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule leer aus.

Der Ansturm auf die Gesamtschule ist kein neues Phänomen. Bereits zum Schuljahr 2025/26 lagen 330 Anmeldungen vor. Damals nahm die Schule 166 Kinder auf. Die Nachfrage ist damit praktisch unverändert, die Zahl der aufgenommenen Kinder sank jedoch um fünf.

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Gesamtschulen in Dortmund: Warum diese Schulform derzeit so beliebt ist

Dass Eltern ihre Kinder besonders häufig an Gesamtschulen anmelden, hängt auch mit den dort möglichen Bildungswegen zusammen. Gesamtschulen ermöglichen verschiedene Schulabschlüsse bis zum Abitur. In Dortmund gehören sie neben den Gymnasien zu den Schulformen, die Eltern bei der Wahl einer weiterführenden Schule besonders häufig bevorzugen.

Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule ist nicht die einzige Schule mit mehr Anmeldungen als Plätzen. Besonders an Gesamtschulen ist die Nachfrage in Dortmund hoch. Acht der elf städtischen Gesamtschulen konnten zum Schuljahr 2026/27 nicht alle Anmeldungen berücksichtigen. Drei weitere Schulen in Dortmund sind besonders beliebt:

  • Anne-Frank-Gesamtschule (Innenstadt-Nord): 228 Anmeldungen, 67 nicht aufgenommen
  • Europaschule (Brackel): 220 Anmeldungen, 48 nicht aufgenommen
  • Immanuel-Kant-Gymnasium (Brackel): 219 Anmeldungen, 10 nicht aufgenommen

Besuch der Wunschschule in Dortmund wird zu etwa 90 Prozent ermöglicht

Über die Aufnahme entscheidet grundsätzlich die jeweilige Schulleitung. Die Stadt Dortmund berechnet die Kapazitäten zunächst mit einem Klassenfrequenzrichtwert von 27 Kindern pro Klasse. Für Gesamtschulen, Gymnasien und Realschulen liegt die rechtlich zulässige Bandbreite bei 25 bis 29 Kindern.

Für Kinder in Dortmund, die an ihrer Wunschschule keinen Platz erhalten, sollen Schulleitungen, Schulaufsicht und Schulverwaltungsamt alternative Schulplätze organisieren. Bei Realschulen und Gymnasien könne der Besuch der Wunschschule laut Stadt in mehr als 90 Prozent der Fälle ermöglicht werden.

Geschwister-Scholl-Gesamtschule und Sportplatz, Wohngebiet, Brackel, Dortmund.Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule erfuhr erneut einen besonders großen Andrang. © Hans Blossey/ImagoAn welchen Schulen in Dortmund es noch freie Kapazitäten gibt

Freie Kapazitäten gab es nach dem Anmeldeverfahren noch an drei Gesamtschulen: an der Gesamtschule Gartenstadt in der Innenstadt-Ost, der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Huckarde und der Martin-Luther-King-Gesamtschule in der Innenstadt-West.

Die Verwaltung rechnet wegen steigender Geburtenzahlen und Zuwanderung mit weiter wachsenden Übergangszahlen. Deshalb plant Dortmund ab dem Schuljahr 2027/28 zusätzliche Kapazitäten. Insgesamt sollen so ab 2027/28 zunächst 14 zusätzliche Schulzüge entstehen.