
Das rheinische Derby in der 3. Liga zwischen Fortuna Köln und Fortuna Düsseldorf hat keinen Sieger gefunden.
Das erste Pflichtspiel zwischen den beiden Klubs seit 22 Jahren endete am Sonntagabend 0:0.
Damit rangiert das Team von Düsseldorfs Coach Alexander Ende, für den die Südstädter 2020 die erste Station als Cheftrainer im Profibereich waren, mit einer Ausbeute von vier Punkten aus vier Spielen auf Platz 16 und bleibt weiter hinter seinen Erwartungen zurück. Vor allem in der Offensive lief beim Zweitliga-Absteiger wieder wenig zusammen.
Aufsteiger Köln zeigte eine solide Defensiv-Vorstellung und hatte mehrere hochkarätige Chancen zur Führung, konnte aber keine davon nutzen. Mit einem Punkt mehr auf dem Konto als Düsseldorf belegen die Kölner Rang zwölf.
Bei Düsseldorf nahm Ende nach dem ersten Saisonerfolg gegen den VfB Stuttgart II (1:0) eine Änderung an der Startelf vor: Erik Wekesser erhielt auf der linken Abwehrseite den Vorzug vor Sascha Risch. Kölns Trainer Matthias Mink ersetzte den gesperrten Luca Majetic, der beim Sieg in Verl (2:1) die Rote Karte gesehen hatte, durch Enzo Wirtz.
Düsseldorfer Schreckmoment zu Beginn
Köln war in der Anfangsphase die etwas aktivere Mannschaft. Gefährlich wurde es erstmals in der vierten Spielminute. Nach einer Kölner Ecke durch Adrian Stanilewicz stieg Wirtz im Strafraum hoch, bekam aber nicht genug Druck auf seinen Kopfball.
Düsseldorf kam besser ins Spiel und hatte seine ersten Abschlüsse. Einen Freistoß von Matthias Zimmermann (13.) aus spitzem Winkel klärte Lennart Winkler mit den Fäusten, und auch ein Schlenzer von Andreas Müller (14.) von der Strafraumkante bereitete Kölns Keeper keine Probleme.
Wirtz vergibt zwei Hochkaräter
Die Gäste übernahmen zunehmend die Spielkontrolle und kamen meist über die linke Seite, zwingende Möglichkeiten gab es weiter aber nicht. Fabian Schleusener (27.) tauchte nach einem Pass von Eric Hottmann erstmals frei vor Winkler auf, stand dabei aber knapp im Abseits.
Nach einer knappen halben Stunde verlor Düsseldorf den Faden, auf der Gegenseite gab es die erste dicke Chance der Partie. Stanilewicz bediente mit einer flachen Hereingabe an den ersten Pfosten Wirtz (29.), der etwas wegrutschte und links am Tor vorbeischoss. Köln war nun wieder am Drücker und erspielte sich die nächste hochkarätige Möglichkeit. Nach einem Pass von Romeo Aigbekaen zog der zentral im Strafraum postierte Wirtz (36.) direkt ab, F95-Torhüter Louis Lord verhinderte mit einem Blitzreflex den Rückstand für sein Team.
Von Düsseldorf, dass den Kölnern inzwischen immer wieder große Räume ließ, war in der Offensive bis zur Halbzeitpause nichts mehr zu sehen.
Müller lässt beste Düsseldorfer Chance liegen
Nach der Pause präsentierte sich Düsseldorf wieder deutlich stabiler und war um Spielkontrolle bemüht. Den Gästen mangelte es aber weiter an Ideen und Tempo, um die leidenschaftlich verteidigende Defensive der Kölner unter Druck zu setzen. Köln beschränkte sich weitgehend auf das Verteidigen.
In der 59. Minute hatte Düsseldorf seine bis dahin beste Chance. Nach einer gefühlvollen Flanke von der rechten Seite durch Yassine Bouchama kam Müller am zweiten Pfosten komplett frei zum Kopfball, der aber weit rechts daneben ging.
Stanilewicz rauscht am Ball vorbei
Köln konnte die Partie wieder ausgeglichener gestalten und kam in der 66. Minute zu seinem ersten nennenswerten Abschluss nach der Pause, als ein Versuch von Aigbekaen aus spitzem Winkel geblockt wurde. Kurz darauf ließen die Hauherren die nächste Top-Chance zur Führung liegen: Bröger setzte sich auf der rechten Seite durch und flankte scharf in die Mitte, wo Stanilewicz (69.) haarscharf am Ball vorbeirutschte.
Düsseldorfs Youngster Anas Slimani (76.) – wieder einer der aktivsten Spieler bei den Gästen – stand nach einem Doppelpass mit Lukas Eixler vor Winkler, aber Kölns Keeper machte das kurze Eck zu. In der Schlussphase drückte Düsseldorf noch einmal, wirklich gefährlich wurde es nicht mehr. Slimani (85.) versuchte es gegen Winkler erneut aus spitzem Winkel, wieder war Kölns Torhüter zur Stelle.
Düsseldorf wieder im Landespokal dabei
Für die Düsseldorfer geht es bereits am Mittwoch (09.09.2026/19.30 Uhr) weiter. Das erste Mal seit der Saison 2008/09 spielt der Zweitliga-Absteiger wieder im Niederrheinpokal, in der 1. Runde gastiert der Klub beim Bocholter Landesligisten SV Biemenhorst. In der Liga empfangen die Düsseldorfer am Samstag (12.09.2026/14 Uhr) den MSV Duisburg zum NRW-Duell.
Für Köln steht am Sonntag (13.09.2026) ein Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim II an.
Unsere Quellen:
- Liveübertragung der Partie Fortuna Köln gegen Fortuna Düsseldorf beim Streamingdienst „MagentaSport“ am 06.09.2026
Sendung: WDR.de, „WDR-Audio-Livestream Fortuna Köln – Fortuna Köln“, 06.09.2026, 19:15 Uhr