Nicht Franz, sondern Francis: Ein Flüchtling aus Guinea-Bissau (Welket Bungué), der auf dem Weg nach Europa Schuld auf sich geladen hat, will nach der Ankunft in Berlin ein ehrliches Leben führen. Stattdessen gerät er jedoch in den Bann des psychopathischen Drogenhändlers Reinhold (Albrecht Schuch), der ihn in die Welt des Verbrechens einführt. Nachdem er in Folge eines Überfalls einen Arm verloren hat, will der Strauchelnde mit Hilfe der Prostituierten Mieze (Jella Haase) endgültig mit der Vergangenheit brechen. Doch wird er bald erneut von seinem Widersacher heimgesucht.

In der in die Moderne verlegten Neuverfilmung von Alfred Döblins Roman aus den 1920er-Jahren verzahnt Regisseur Burhan Qurbani das schicksalhafte Geschehen mit der Erfahrung von Geflüchteten. Der knapp dreistündige Film gerät mitunter aus dem Tritt, findet im Eintauchen in ein schillerndes Berlin aber zu fiebriger Intensität, die ihn zu einer der besten Literaturadaptionen des deutschen Gegenwartskinos macht. – Sehenswert ab 16.