DruckenTeilen
Uns auf Google folgen
Bauhaus wird im Ruhrgebiet präsenter mit zwei neuen Filialen in Dortmund und Essen. © Ayman Alahmed/Imago
Das Ruhrgebiet verliert die Hellweg-Baumärkte. Konkurrent Bauhaus übernimmt in Dortmund und Essen zwei Standorte.
Dortmund – Die Zerschlagung der insolventen Baumarktkette Hellweg zeigt im Ruhrgebiet ein zweigeteiltes Bild: Während Bauhaus zwei Standorte übernimmt, haben Beschäftigte in benachbarten Filialen bereits die Kündigung erhalten. Aber was bedeutet das für die Kunden in NRW?
Im Ruhrgebiet: Bauhaus eröffnet zwei neue Filialen
Nach Angaben der Bauhaus AG übernimmt der Mannheimer Konzern die Hellweg-Filialen in Essen-Rellinghausen und Dortmund-Hacheney im Ruhrgebiet. Auch in Beckum und Iserlohn bleiben die Filialen unter neuem Namen erhalten. Nimmt man die Standorte in Potsdam und Dahlwitz-Hoppengarten in Brandenburg hinzu, sichert der Konzern circa 400 Arbeitsplätze (mehr News zu Geld und Finanzen in NRW bei RUHR24).
Die Übernahme soll laut Bauhaus AG zum 1. Dezember 2026 erfolgen, vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung und der Annahme des Insolvenzplans. Nach Umbauarbeiten sollen die Märkte im Frühjahr 2027 als Bauhaus-Fachcentren wiedereröffnen.
Für viele andere Beschäftigte sieht die Lage deutlich schlechter aus. Laut WAZ wurde den Mitarbeitenden der Hellweg-Filialen in Dortmund-Wambel und Essen-Kettwig bereits vorsorglich gekündigt. Auch die Belegschaften in Bochum, Hamm, Wuppertal und in Hattingen erhielten entsprechende Kündigungsschreiben.
Keine Zukunft mehr – der Baumarkt Hellweg in Hattingen. © Michael Korte/Imago
Neben Bauhaus übernimmt auch Konkurrent Obi einige Hellweg-Filialen
Bundesweit sind derzeit rund 1.300 der noch verbliebenen 2.500 Arbeitsplätze in den Hellweg- und BayWa-Filialen gefährdet, da bislang nur für etwa jeden dritten Standort eine Lösung gefunden wurde. Auch Wettbewerber Obi übernimmt laut WAZ mehrere Filialen. Allerdings keine im Ruhrgebiet.
Der Sanierungsgeschäftsführung zufolge sind die Kündigungen zunächst vorsorglicher Natur, um für alle Beteiligten Planungssicherheit zu schaffen. Die Suche nach weiteren Lösungen laufe demnach weiter. Sollte sich für einen Standort kein Käufer finden, droht die endgültige Schließung bis Ende November. Die Marke Hellweg, die es seit den 1960er-Jahren gibt, wird nach Angaben der Bauhaus AG an den übernommenen Standorten verschwinden.