Werther. „Feuer 3 – Industriebrand mit Menschenrettung“: Diese Nachricht bekommen am Freitagabend um kurz nach 19 Uhr die Einsatzkräfte des Löschzugs Werther und der Drehleiter-Besatzung der Feuerwehr Halle auf ihre Pieper – und dazu den Ort: die Firma Poppe + Potthoff in Werther. Klar, dass sofort alle in höchster Alarmbereitschaft sind.
Wie die Feuerwehrleute beim Eintreffen feststellen, handelt es sich zum Glück nicht im einen lebensgefährlichen Einsatz, sondern um eine Großübung. Trotzdem ist das Szenario beeindruckend: Im Bereich einer Lagerhalle ist starker Rauch entstanden. Nach Angaben eines Mitarbeiters hatten dort vier Kollegen Schweißarbeiten durchgeführt, als es zu einem lauten Knall kam. Seitdem werden die vier Mitarbeiter vermisst.
Die Wertheraner Kollegen reagieren umgehend auf den gestellten Sachverhalt und alarmieren die Löschabteilung Großdornberg der Bielefelder Feuerwehr nach. Insgesamt sechs Atemschutztrupps kommen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in der Lagerhalle zum Einsatz. Parallel dazu wird die Wasserversorgung aufgebaut und eine Riegelstellung zum Schutz der angrenzenden Produktionsgebäude eingerichtet. Alle vier vermissten Mitarbeiter können im Verlauf der Übung gerettet werden.
Da die Feuerwehr Werther keine eigene Drehleiter hat, ist die enge Zusammenarbeit mit dem Löschzug Halle wichtig.
| © Feuerwehr Werther
Im Anschluss an den Einsatz betont Werthers Wehrführer Dirk Hollmann: „Da wir in Werther über keine eigene Drehleiter verfügen, deren Einsatz indes bei zahlreichen Szenarien unverzichtbar ist, kommt dem engen Zusammenwirken mit dem Löschzug Halle eine besondere Bedeutung zu.“ Er ergänzt: „Die Zusammenarbeit mit den benachbarten Löschabteilungen der Feuerwehr Bielefeld blickt bereits auf eine längere Tradition zurück, die es aufrechtzuerhalten gilt. So wird die Zusammenarbeit stetig verbessert und Zusammenhalt und Kameradschaft zwischen den Mitgliedern der benachbarten Feuerwehren bestärkt.“
An der Übung waren 58 Einsatzkräfte mit elf Fahrzeugen beteiligt. Ausgearbeitet worden war sie federführend von Brandoberinspektor Frank Peperkorn vom Löschzug Werther. Der Dank Dirk Hollmanns gilt ihm sowie der Firma Poppe + Potthoff, die ihr Gelände zur Verfügung gestellt hat. „Denn ein funktionierender abwehrender Brandschutz lebt auch von der Ortskenntnis der Einsatzkräfte“, betont der Leiter der Feuerwehr abschließend.
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