Festgottesdienst
Stand: 06.09.2026 18:52 Uhr

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Der katholische Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers, ist offiziell verabschiedet worden. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, dankte ihm am Sonnabend beim Festgottesdienst in der Dresdner Hofkirche für seinen Dienst. Timmerevers sei zum Botschafter seiner neuen Heimat geworden. Sachsens evangelischer Landesbischof Tobias Bilz betonte, die Zusammenarbeit sei unkompliziert und herzlich gewesen.
Zehn Jahre stand Timmerevers dem Bistum vor, bevor der 74-Jährige vor wenigen Tagen seinen Rücktritt aus Altersgründen erklärte. Als „roten Faden“ seiner Amtszeit bezeichnete er selbst am Sonnabend die gute Zusammenarbeit in der Ökumene und das !freundschaftliche Miteinander“ mit dem Bischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Tobias Bilz. Die Zeit sei reif, „für ein reales, gemeinsames Haus“, fügte der katholische Bischof hinzu.
Kritik an Amtsführung und Aufarbeitung sexueller Gewalt
Timmerevers war in der Vergangenheit auch wegen seiner Amtsführung immer wieder in die Kritik geraten. Dabei ging es etwa um die Schließung kirchlicher Einrichtungen, Strukturreformen innerhalb der Diözese und eine verzögerte Aufarbeitung sexualisierter Gewalt durch Amtsträger.
Mit Blick auf die Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs im Bistum bat Timmerevers die Betroffenen um Entschuldigung für seine eigenen „menschlichen Grenzen und Unzulänglichkeiten“.
Auch die Kosten von rund 48 Millionen Euro für den Neubau des Bischofssitzes in Dresden sorgten für Unmut.
Nachfolger voraussichtlich erst in einem Jahr
Timmerevers wurde 1952 in Garrel-Nikolausdorf im Landkreis Cloppenburg in Niedersachsen geboren. 1980 empfing er die Priesterweihe. Seinen Ruhestand will er nach eigenen Angaben in Dresden verbringen.
Seine Aufgaben übernimmt nun zunächst der 52-jährige Generalvikar des Bistums, Andreas Kutschke. Die Suche nach einem Nachfolger dauert in der Regel etwa ein Jahr. Den Bischof wählt dann die Kirchenleitung unter den von Rom vorgeschlagenen Kandidaten. Das Bistum Dresden-Meißen erstreckt sich über Sachsen und Ostthüringen und zählt rund 124.700 Katholikinnen und Katholiken.
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MDR (tbi(wim)/epd