Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Russland: Haben Frachter attackiert – wertvolle Ausrüstung an Bord
Aktualisiert am 07.09.2026 – 00:33 UhrLesedauer: 30 Min.
Russische Attacken: Rauch steigt von einem ukrainischem Frachter im Schwarzen Meer auf. (Quelle: IMAGO/Nina Liashonok)
Sergej Lawrow setzt auf eskalative Rhetorik. Steve Witkoff will Kompromisse von beiden Seiten. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Russland meldet Angriff auf ukrainischen Frachter
Russland hat nach eigenen Angaben einen ukrainischen Frachter im Schwarzen Meer angegriffen. Das Schiff habe Militärausrüstung an Bord gehabt, die von westlichen Staaten für die ukrainische Armee bestimmt gewesen sei, melden russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau.
Selenskyj nennt Gespräche mit US-Unterhändlern substanziell
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet die Gespräche mit den US-Friedensunterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner als „sehr substanziell“. Dabei sei es unter anderem um Sicherheits- und Wirtschaftsgarantien für die Ukraine, einen Aufbauplan, die Lieferung von Flugabwehrraketen sowie ein Winterhilfspaket gegangen, sagt Selenskyj vor Journalisten. Er hoffe, dass die US-Delegation bald nach Kiew zurückkehre. Zudem müsse alles getan werden, damit trilaterale Treffen mit den USA und Russland zustande kämen. Man müsse abwarten, was die Regierung in Moskau dazu sage. Amerikaner und Europäer hätten festgestellt, dass die Ukraine stärker geworden sei.
Witkoff fordert Russland und Ukraine zu „Kompromissen“ für Kriegsende auf
Der US-Gesandte Steve Witkoff hat Moskau und Kiew zu „Kompromissen“ aufgefordert, um einen Ausweg aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu finden. „Beide Parteien müssen Kompromisse eingehen und die Meinungsverschiedenheiten abbauen“, sagte Witkoff am Sonntag bei einer Pressekonferenz nach Gesprächen in Kiew. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte, dass territoriale Fragen nur bei einem Treffen beider Staatschefs geklärt werden könnten.
„Wir denken, über die notwendigen Elemente“ für einen Kompromiss zu verfügen, sagte Witkoff in der ukrainischen Hauptstadt, in die er gemeinsam mit dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, erstmals seit Beginn der zweiten Amtszeit Trumps gereist war. „Es ist sehr schwer, aber wir sind entschlossen, es liegt uns am Herzen und wir hoffen, dass dies alles zu einer erfolgreichen, friedlichen, diplomatischen Lösung führen wird“, fügte Witkoff hinzu.
Er bleibe dabei, „dass derart komplexe Fragen“ nur auf höchster Ebene geklärt werden könnten, betonte indes Selenskyj.
Insider: Auch die Sicherheitsberater der E3-Staaten in Kiew
Nach Angaben aus Kiew befinden sich auch die nationalen Sicherheitsberater Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands (E3-Format) in der ukrainischen Hauptstadt. Anlass seien die Gespräche zwischen der ukrainischen Führung und den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, hieß es. An welchen Gesprächen etwa der außen- und sicherheitspolitische Berater des Kanzlers, Günter Sautter, teilnimmt, wurde nicht genannt.
Lawrow: Anschuldigung wegen Leipzig sei „Beginn eines echten Krieges“
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat den Ton in der Auseinandersetzung mit dem Westen weiter verschärft. Die gegen Moskau erhobenen Anschuldigungen, Russland sei für den Drohnenangriff auf dem Flughafen Leipzig verantwortlich, seien „im Großen und Ganzen der Beginn eines echten Krieges“, sagte Lawrow am Sonntag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass.
