Borussia Mönchengladbach ist der Krisen-Klub der noch jungen Bundesligasaison. Droht Gladbach-Coach Eugen Polanski nach zwei Niederlagen in zwei Spielen gar schon das frühe Aus? Es gibt offenbar eine klare Tendenz.

Laut „Bild“ muss der 40-Jährige akut noch nicht um seinen Job bangen.

Es sei das Ziel der Führungsetage um Sportchef Rouven Schröder, gemeinsam mit dem Ex-Profi die derzeitige Talsohle zu durchschreiten, heißt es.

Gladbach hatte nach dem 0:3 bei RB Leipzig zum Saisonauftakt überraschend auch die zweite Liga-Partie verloren, zuhause gegen Aufsteiger SV Elversberg mit 3:4.

Dabei hatten Hugo Bolin (11. und 44. Minute) sowie Joe Scally (56.) die Gastgeber vor 51.042 Zuschauern schon mit 3:1 in Führung gebracht.

Doch für Elversberg sorgten erst David Mokwa (29.) und später Maurice Kattenmacher (66.) und Felix Keidel (80.) zweimal für den Ausgleich – ehe Krattenmacher (90.+2) zum Sieg des Underdogs traf.

Klare Worte fand Gladbachs Kapitän Tim Kleindienst. Der Stürmer sagte dem „ZDF“ nach der Partie, das Team solle „schleunigst mal irgendwie den Fokus so hochfahren, dass der auch für 90 Minuten hält. Keine Ahnung, woran es liegt. Weniger TikTok gucken, oder was weiß ich. Ist mir eigentlich wurscht, was sie machen.“

Gladbach: Stindl lobt Kleindienst-Kritik

Lars Stindl, einer seiner Vorgänger im Kapitänsamt der Gladbacher, lobte Kleindienst für dessen Kritik. „Ich bin überzeugt, dass er diese Worte auch intern gewählt hat“, sagte er im „Doppelpass“ von „Sport1“.

Durch seine Kritik an seiner Gladbacher Mannschaft wolle Kleindienst „die Sinne schärfen und wachrütteln“, sagte Stindl weiter. 

Bereits nach der Niederlage bei RB hatte Kleindienst das Auftreten der Fohlenelf kritisiert und von „Kindergarten-Fußball“ gesprochen. 

Stindl lief acht Jahre lange für Borussia Mönchengladbach auf. Für den Bundesligisten bestritt der 38-Jährige 271 Pflichtspiele und führte die Fohlen sieben Jahre als Kapitän auf den Platz.