Nächste Stunde: Breakdance! Zum Vorbereitungsgespräch trafen sich (v.li.) Breakdance-Trainer Julian Süßengut und die Ruhrwerk-Vorsitzende Cordula Klinger-Bischof mit Andrea Chrostowski und Stefan Lindemann, Schulleitung der Realschule an der Burg in Wanne-Eickel.

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Ruhrwerk

Nächste Stunde: Breakdance! Zum Vorbereitungsgespräch trafen sich (v.li.) Breakdance-Trainer Julian Süßengut und die Ruhrwerk-Vorsitzende Cordula Klinger-Bischof mit Andrea Chrostowski und Stefan Lindemann, Schulleitung der Realschule an der Burg in Wanne-Eickel.

Ruhrwerk finanziert Breakdance-Workshop für Achtklässler

Coole Moves für mehr Selbstbewusstsein

Funk und Soul hämmern aus den Boxen, dazu die ersten Moves auf dem Boden der Turnhalle: Das neue Schuljahr startet für Achtklässler der Realschule an der Burg in Wanne-Eickel mit einem Breakdance-Kurs. Der Herner Verein Ruhrwerk trägt das Projekt. Private Spenden ermöglichen das Angebot.


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Der Workshop findet einmal in der Woche für 65 Minuten im Sportunterricht statt. Eine komplette achte Klasse mit rund 25 bis 30 Schülerinnen und Schülern nimmt teil. Julian Süßengut leitet den Kurs. Der begeisterte Breakdancer tanzt selbst seit über 20 Jahren, arbeitete als Breakdance-Landestrainer in Nordrhein-Westfalen und gibt sein Wissen heute an Schulen weiter.

Erweiterung der Zielgruppe

Mit dem Projekt erweitert der Verein Ruhrwerk seine Zielgruppe „Unsere Projekte richteten sich bisher hauptsächlich an Grundschulkinder. Mit dem Breakdance-Workshop wollen wir Jugendliche in der Pubertät stärken. Wir sind sehr dankbar, dass wir das Projekt aus Spenden von Unternehmen und Privatleuten aus der Region fördern können, die unsere Arbeit seit Jahren engagiert unterstützen“, sagt Cordula Klinger-Bischof, Vorsitzende des Vereins.

Im Kurs lernen die Jugendlichen die vier Grundpfeiler des Breakdance: Top Rocks, Footworks, Freezes und Power Moves. Jede und jeder arbeitet dabei im eigenen Tempo. „Beim Breakdance geht es darum, eigene Wege auszuprobieren. Alle können mitmachen, unabhängig von Geschlecht oder körperlichen Voraussetzungen“, sagt Süßengut.

Mehrere Ziele

Die Schule verbindet mit dem Kurs mehrere Ziele. Seit Jahren fehlt der Realschule an der Burg, mit 560 Schülern die kleinste Realschule in Herne, eine Musiklehrkraft, der musisch-künstlerische Bereich kommt dadurch zu kurz. „Der Breakdance-Kurs schließt diese Lücke und stärkt zugleich die sozialen Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler“, sagt Schulleiter Stefan Lindemann.

Die Schülerinnen und Schüler kommen in Bewegung, sie entwickeln Rhythmusgefühl und erleben Zusammenhalt in der Gruppe. Hemmungen nehmen ab, das Selbstvertrauen nimmt zu. „Viele Jugendliche verbringen heute viel Zeit am Handy und ziehen sich zurück. Musik und Tanz holen sie aus der Isolation. Wer sich etwas zutraut, gewinnt Selbstbewusstsein und geht anders auf die Gruppe zu“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Andrea Chrostowski.


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Ruhrwerk begleitet das Projekt und wertet die Ergebnisse gemeinsam mit der Schulleitung aus. Eine gemeinsame Studie mit einer Sporthochschule ist geplant. Zum Ende des Schuljahres 2026/2027 findet eine Aufführung statt, bei der die Schülerinnen und Schüler ihren Spaß am Breakdance präsentieren können.

Montag, 7. September 2026
| Quelle: Matthias Schübel